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Die besten Aktien aus Österreich

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WKN: 632305 ISIN: AT0000730007 Andritz AG

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18.01.2018 - 17:44
04.01.2018 03:10:00

Schon bald dürfte Österreich eine neue Regierung haben: Gute Perspektiven für heimische Aktien, zumal die Wirtschaft in der Alpenrepublik ziemlich rund läuft. Von Matthias Fischer



Sebastian Kurz packt es an. Der Politiker hat mit seiner bürgerlichen Partei ÖVP bei den Parlamentswahlen in Österreich mit einem Anteil von knapp 32 Prozent die meisten Stimmen geholt und liegt damit vor der sozialdemokratischen SPÖ und der rechtspopulistischen FPÖ (siehe Chart rechts unten). Weil die ÖVP nun die Nummer 1 in der Alpenrepublik ist, hat ihr Vorsitzender und designierter Bundeskanzler Sebastian Kurz vom österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen den Auftrag bekommen, eine neue Regierung zu bilden.



Kurz verhandelt nun mit der FPÖ und ihrem Vorsitzenden Heinz-Christian Strache über ein Bündnis: Bis Weihnachten soll die Koalition stehen. Es gebe viele inhaltliche Überschneidungen und vor allem einen gemeinsamen Veränderungswillen, sagt der 31 Jahre alte Kurz. "Österreich hat sich eine rasche und schnelle Regierungsbildung verdient."


Vor allem in der Flüchtlingsfrage gibt es große Überschneidungen: Beide Politiker vertreten eine rigide Flüchtlingspolitik. So hat Kurz bereits im Wahlkampf immer wieder betont, dass neben der Balkanroute auch die Mittelmeerroute geschlossen werden müsse. Zudem will er den Migranten die Sozialleistungen deutlich kürzen.

Streitfrage Europa



Damit hat Kurz offenbar den Nerv der Wähler in Österreich getroffen. Und gleichzeitig eine Position aufgebaut, die wenig kompatibel mit der Politik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ist. Zumal er auch dem von ihr eingefädelten Flüchtlingsabkommen mit der Türkei recht skeptisch gegenübersteht. Wenig verwunderlich: Auch die rechtspopulistische FPÖ steht der Merkel’schen Flüchtlingspolitik eher reserviert gegenüber.

Einzig in der Europapolitik schlummert Konfliktpotenzial zwischen Kurz und Strache. Sebastian Kurz gab sein erstes Statement gleich nach der Wahl demonstrativ sowohl vor einer österreichischen als auch vor einer EU-Flagge ab und setzte damit gleich ein deutliches proeuropäisches Zeichen. Die FPÖ ist dagegen europakritisch und gehört im europäischen Parlament der ENF-Fraktion an, in der sich auch der französische Front National und die italienische Lega Nord befinden.

Aber Beobachter gehen davon aus, dass an dieser Frage eine Koalition nicht scheitern wird: Bereits im Jahr 2000 hatte es in Wien schon einmal eine Regierung aus ÖVP und FPÖ gegeben, damals unter Wolfgang Schüssel und Jörg Haider. Eine Präambel im Koalitionsvertrag verpflichtete damals die neue Regierung gleich zu Beginn der Amtshandlungen zu einem europafreundlichen Kurs.

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Bildquelle: Heinz-Peter Bader/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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