NIKKEI 225

16.01.2016 07:00:00

Länderreport

Die besten Aktienfonds und Zertifikate für Japan-Anleger


Um die seit 30 Jahren andauernde Nachfrageschwäche zu überwinden, setzt man in Tokio auch weiterhin auf drastische, geldpolitische Maßnahmen. Man kann auch gar nicht anders. Von Martin Blümel

Für die Tokioter Börse, den Kabutocho, waren das gute zwölf Monate. Neun Prozent Plus schaffte der Leitindex Nikkei 225 im zurückliegenden Jahr 2015. Allerdings war es ein wilder Ritt. Nach relativ stetigem Anstieg in den Sommer hinein kam es ab Mitte August zu einem ordentlichen Crash, der sich wie auch an der Börse New York oder den europäischen Marktplätzen bis Ende September hinzog. Danach berappelten sich die Kurse.

Das Hin und Her hatte seine Gründe. Zum einen wertete China - neben den USA der wichtigste Handelspartner Japans - die Landeswährung Renminbi ab, was den Exportunternehmen Nippons so gar nicht schmeckte. Dazu lief es im zweiten und dritten Quartal insgesamt nicht gut. Japans Wirtschaft schrumpfte in diesen sechs Monaten. Und gegen Ende des Jahres kam die Nachricht, dass die Industrieproduktion erstmals seit drei Monaten gesunken sei, ebenso der Umsatz im Einzelhandel. Allerdings scheint dies nur ein temporärer Wackler zu sein. Wer etwas tiefer blickt und die langfristige Entwicklung betrachtet, kann zu dem Schluss kommen, dass es insgesamt doch nach oben geht. Einige Indizien dafür: Zum ersten Mal seit 22 Jahren herrscht in Japan wieder nahezu Vollbeschäftigung. Dadurch steigen die Einkommen, was wiederum die Binnenwirtschaft belebt. Dass mit Nippon Suisan Kaisha, Meiji Holdings, Nisshin Seifun und Nichirei gleich vier der zehn besten Nikkei-Aktien des vergangenen Jahres aus dem Konsum- und Lebensmittelbereich kommen, verwundert daher nicht. Wichtig zu wissen: Der private Konsum trägt 60 Prozent zur japanischen Wirtschaftsleistung bei.

Und noch mehr Indizien: Japans Firmen werden 2015 so viel verdient haben wie lange nicht mehr. Dafür sorgt eben der bessere Konsum im Land, aber auch die bessere Lage der Exportunternehmen, die sowohl vom schwachen Yen wie auch den günstigeren Energie- und Rohstoffpreisen profitieren. Das bessere Klima für die Unternehmen sollte auch 2016 anhalten: Ab Januar sinken die Unternehmenssteuern.

Auf Seite 2: Kurspflege auf Japanisch



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Bildquelle: iStockphoto

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