An den europäischen Börsen läuft es gut. So hat der Euro STOXX 50 Performance-Index in den vergangenen 14 Monaten bereits um rund 40 Prozent zugelegt. Seit Mitte 2016 gelingt es den europäischen Aktien erstmals seit längerem ihre Pendants in den USA abzuhängen. So hat der Euro STOXX 50 Performance-Index in dieser Zeit den S&P 500 Index geschlagen. Der Euro STOXX 50 Performance-Index ist inzwischen sogar nahe dran am Rekordhoch von 7.144 Punkten vom April 2015. Sollte auch noch diese Marke geknackt werden, wäre damit ein prozyklisches charttechnisches Kaufsignal generiert.

Die Analysten bei der UBS halten fest, dass sich zuletzt immer mehr Anleger auf die Chance einer anhaltend besseren Wertentwicklung bei europäischen Aktien im Vergleich zu den USA fokussiert hätten. Eine Haltung, die auch dazu passe, dass erstmals seit längerem die Unternehmensgewinne in Europa wieder stärker steigen könnten als in den USA. Das hauseigene Strategie-Team bei der Schweizer Großbank glaubt jedenfalls daran, dass es mit Blick auf Bewertungen, Gewinnaussichten, Performance-Differenz der vergangenen Jahre, dem Dividendenvergleich und den Kapitalflüssen an der Zeit ist, sich wieder stärker mit Europa zu beschäftigen.

Diese Ansicht passe auch zu den verbesserten konjunkturellen Aussichten. Denn es sei sogar denkbar, dass sich die Wirtschaft in Europa wieder dynamischer präsentiere als in den USA. Stelle sich ein Szenario wie skizziert ein, sei in der Vergangenheit oft eine Outperformance von Europa im Vergleich mit den USA gekommen.

Wir haben vor diesem Hintergrund das Anlage-Universum der UBS durchforstet und fünf Einzelaktien herausgefiltert, welche die Schweizer Analysten als besonders aussichtsreich einstufen. Die fünf Standardwerte, die sich qualifizierten, verfügen über ein Aufwärtspotenzial von 19 Prozent bis 31 Prozent. Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie mehr über diese Titel.

Auf Seite zwei: H&M





H&M-Aktie



Beim ersten Favoriten H&M hat die UBS die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 275 schwedischen Kronen versehen. Das verspricht bei Zielerreichung ein Plus von 26,6 Prozent.

Allerdings hat die Aktie zuletzt an der Börse keinen leichten Stand. Daran änderte auch die Meldung nichts, wonach die schwedische Modekette ihren Umsatz im laufenden Jahr zweistellig steigern will. Konkret soll der Umsatz im Geschäftsjahr 2016/17 in lokalen Währungen um 10-15 Prozent zulegen. Im eigenen vierten Geschäftsquartal stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um sieben Prozent auf 5,91 Milliarden schwedische Kronen. Das war mehr als vom Analystenkonsens erwartet.

Die Gesellschaft hatte zuletzt Schwierigkeiten, beim Umsatzwachstum in etablierten Märkten wie Deutschland, Frankreich, den USA, Italien und China die Ziele zu erreichen. Mit Blick auf die USA, dem zweitgrößten Markt für H&M, erinnert die UBS daran, dass die Absätze seit 2014 fallen. Unter sei es dem Unternehmen nicht gelungen, im Online-Geschäft dort einen Marktanteil zu erreichen, der zum sonstigen Standing von H&M passt.

Insgesamt sehe sich der Konzern mit diversen Problemen konfrontiert, aber man arbeite intern, zumeist mit Aussicht auf Erfolg, an Lösungen. Zudem dürfte der zuletzt zyklische Gegenwind, der auf dem Geschäft lastete, demnächst ins Positive drehen. Mit Blick auf das angestrebte Umsatzwachstum von 10-15 Prozent heißt es, viele Investoren seien in Sachen Zielerreichung zwar skeptisch, aber die Analysten gehen davon aus, dass zumindest das untere Ende der Zielspanne erreicht werden kann. Ein Pluspunkt auf dem Weg dorthin sei es, dass die Marke bei den Kunden nach wie vor einen guten Ruf genieße.

Bei den erwarteten Gewinnen je Aktie kalkuliert die UBS für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Anstieg von 11,26 Kronen auf 11,88 Kronen. In den Jahren danach soll es bis 2021 weiter aufwärts gehen mit den Gewinnen. Die Prognosereihe enthält dabei die folgenden Werte: 13,15, 14,37, 15,65 und 16,71 Kronen. Was die Dividende angeht, wird für das laufende Geschäftsjahr von einer unveränderten Zahlung von 9,75 Kronen je Aktie ausgegangen.

Charttechnik





Von 1997 bis 2015 hat sich die Aktie von H&M relativ stetig nach oben geschraubt. Konkret kletterte die Notiz in dieser Zeit von 24,28 Kronen auf 365,40 Kronen. Seit März 2015 kann der Kurs aber nicht mehr nachlegen. Vielmehr hat sich ein mittelfristiger Abwärtstrend herausgebildet und der langfristige Aufwärtstrend wurde gebrochen. Solange sich daran nichts ändert, verdient der Titel charttechnisch keine gute Note.

Profil



Das 1947 gegründete schwedische Textilhandelsunternehmen H&M Hennes & Mauritz verkauft Bekleidung für Damen, Herren und Kinder. Man zählt dabei zu den größten Mode-Anbietern weltweit. Zu den Marken im Verbund zählen H&M und H&M Home, COS, & Other Stories, Monki, Weekday und Cheap Monday.

Mit 4.351 Filialen in 64 Ländern ist das Unternehmen weltweit präsent. Die Ladenlokale sind gemietet und befinden sich meist in den besten Geschäftslagen an Einkaufsmeilen in Großstädten und Shoppingzentren. Zusätzlich werden in Europa und in den USA H&M Produkte über das Internet und per Katalog verkauft. H& M besitzt keine eigenen Produktionsstätten. Die Fabrikation erfolgt durch unabhängige Lieferanten hauptsächlich in Asien und Europa und wird durch eigene Büros zur Produktions- und Qualitätsüberwachung kontrolliert.

Auf Seite drei: Nokia





Nokia-Aktie



Die Aktie von Nokia hat die UBS mit einem Kaufurteil sowie mit einem Kursziel von 6,70 Euro versehen. Letzteres wurde nach der jüngsten Vorlage von Geschäftszahlen leicht um zehn Cent angehoben. Aktuell verfügt der im finnischen Leitindex OMX vertretene Titel über 24 Prozent Luft nach oben.

Der Technologiekonzern hat für das erste Quartal 2017 einen Nettoverlust vorgelegt, der mit 488 Millionen Euro unter dem Minus von 609 Millionen Euro im Vorjahr lag. Wird nicht der IFRS-Rechnungslegungsstandard zugrunde gelegt, ergab sich ein Nettogewinn von 196 Millionen Euro nach 152 Millionen Euro.

Analysten werteten das als Beleg für Fortschritte beim laufenden Turnaround. Die bisherige Gesamtjahresprognose bestätigten die Verantwortlichen bei Nokia. Zudem war von ersten Anzeichen für eine Geschäftsstabilisierung die Rede. Auch der bei der UBS zuständige Analyste Gareth Jenkins sprach von ersten Schritten hin zu einer Stabilisierung des Umsatzes. Zudem äußerte er sich positiv zur intern bei Nokia betriebenen Kostenkontrolle.

Trotz positiver Ansätze gibt es aus Sicht von Jenkins aber noch keinen Grund für Übermut. Zu dieser Einschätzung passe auch, dass der Nokia-Vorstand seinen Geschäftsausblick unverändert gelassen habe. Im Vergleich mit dem Konkurrenten Ericsson sei die Aktie von Nokia aber auch aufgrund von Bewertungsüberlegungen gemessen am Unternehmenswert zum EBITDA vorzuziehen.

Beim Gewinn je Aktie rechnet die UBS im laufenden Jahr noch mit Stagnation, was eine Ergebnisschätzung von 0,22 Euro je Anteilsschein entspricht. 2018 sollen dann aber 0,36 Euro herausspringen und 2019 noch ein Cent mehr. Was die Dividende anbelangt, kalkuliert Jenkins für das Geschäftsjahr 2017 mit einem um zwei Cent auf 0,15 Euro gesenkten Ausschüttungssatz je Aktie, bevor 2018 dann 0,18 Euro fließen sollen.

Charttechnik





Die beste Zeit hat die Nokia-Aktie schon sehr lange hinter sich. So sank der Kurs von 2000 bis 2012 von 64,95 Euro auf 1,37 Euro.Gemessen an dem zuletzt genannten Tief hat sich die Notiz anschließend zwar wieder etwas befestigt, richtig überzugend sah die Erholung zuletzt aber nicht mehr aus. Vielmehr bröckelten die Notierungen seit April 2015 wieder ab. In den vergangenen Wochen versucht sich der Titel nun aber daran, wieder nachhaltiger in den Vorwärtsgang zu schalten. Frisch aufgestellte Jahreshochs machen Mut, dass sich die jüngsten Besserungstendenzen fortsetzen können.

Profil



Nokia ist ein Unternehmen aus Finnland, das Technologien anbietet, die Menschen und Dinge miteinander verbinden. Unterstützt durch die Innovationen von Nokia Bell Labs und Nokia Technologies ist die Gesellschaft bei der Entwicklung und Lizenzierung von Technologien aktiv, die zunehmend in den Mittelpunkt des vernetzten Lebens rücken. Mit Soft- und Hardware sowie Dienstleistungen für Netze aller Art versucht der Konzern Anbietern von Kommunikationsdiensten, Behörden und große Unternehmen dabei zu helfen, die an 5G, die Cloud und das Internet der Dinge gestellten Erwartungen zu erfüllen.

Auf Seite vier: Renault





Renault-Aktie



Positiv ist die UBS auch für Renault gestimmt. Die Kaufempfehlung ist hier mit einem Kursziel für den im französischen Leitindex CAC 40 enthaltenen Titel von 110,00 Euro versehen. Das verspricht momentan ein Kurspotenzial von gut 31 Prozent.

Der Autobauer hat für das erste Quartal 2017 einen Umsatzanstieg von einem Viertel auf 13,13 Milliarden Euro gemeldet. Neben einem Verkaufsplus trug dazu die erstmalige Konsolidierung der russischen Tochter Autovaz bei. Der Absatz legte gleichzeitig um 16 Prozent auf 873.678 Fahrzeuge zu. Autovaz herausgerechnet stieg der Umsatz um 20 Prozent. Darüber hinaus bestätigte der Vorstand die Jahresprognose. Wie bisher ist davon die Rede, Umsatz und operativen Gewinn in 2017 zu steigern. Den europäischen Automarkt sehen die Franzosen dabei um zwei Prozent wachsen.

Mit Blick auf den vorgelegten Umsatz sprach UBS-Analyst David Lesne von guten Zahlen, schließlich sei es damit gelungen, die durchschnittlichen Analystenschätzungen um rund fünf Prozent zu schlagen. Positiv dabei sei, dass es sich um einen breit abgestützten Aufschwung handele.

Mut machten zudem die verbesserten Aussichten auf dem russischen Markt. Die Verantwortlichen von Renault würden es zwar noch für verfrüht halten, dort bereits in diesem Jahr vom Erreichen der Gewinnschwelle zu reden, Lesne ist diesbezüglich aber etwas optimistischer.

Konkret liegt seine Prognose für den Konzerngewinn für 2017 bei 14,8. Das vergleicht sich mit im Vorjahr erreichten 12,2 Euro. 2018 sollen dann 16,1 Euro herausspringen und 16,7 Euro im Jahr 2019. Bereits gemessen an der Prognose für 2017 errechnet sich lediglich ein geschätztes KGV von 5,7. Insgesamt liege er mit seinen Schätzungen um rund zehn Prozent über dem Marktkonsens, wie Lesne weiter erläutert.

Charttechnik





Wie das für Autobauer nicht unüblich ist, konnte auch mit der Renault-Aktie in den vergangenen 20 Jahren nicht so viel Geld verdient werden, wie das mit Vertretern aus so manchem anderen Sektor möglich war. Nach einem sehr starken Einbruch im Zuge der Finanzkrise hat sich der Kurs von 2009 bis Mitte 2015 aber immerhin wieder deutlich erholt, es dabei aber nicht geschafft, das frühere Rekordhoch zu erreichen. Seit Mitte 2015 hat die Notiz in den Leerlauf gestaltet und der seitdem ausgebildete Seitwärtstrend hat auch aktuell noch Bestand.

Profil



Renault S.A. zählt zu den führenden Automobilherstellern in Europa, der PKW und Leichtlastkraftwagen entwickelt und vermarktet. Zum Unternehmen gehören die drei Marken Renault, Dacia und Samsung. Darüber hinaus unterhält Renault Beteiligungen an Nissan und Avtovaz. Bei letzterem handelt es sich um einen der größten russischen Autoproduzenten, der Fahrzeuge der Marke Lada fertigt. Zu den bekannten Produktlinien von Renault selbst gehören der Clio, Languna, Twingo sowie der Kangoo im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge.

Auf Seite fünf: Novo-Nordisk





Novo-Nordisk-Aktie



Wenn es nach der UBS geht, dann verfügt die Aktie von Novo-Nordisk über ein Aufwärtspotenzial von rund 25 Prozent. Zumindest ergibt sich das als Ergebnis, wenn man die mit einem Kursziel von 350 dänischen Kronen verbundene Kaufempfehlung mit den aktuellen Notierungen vergleicht.

In dieser Einschätzung fühlt sich der zuständige Analyst Michael Leuchten nach den am Mittwoch von dem Weltmarktführer im Bereich Insulin vorgelegten Quartalszahlen bestätigt. Denn die Dänen schafften es in den ersten drei Monaten, den Gewinn um sieben Prozent auf 10,2 Milliarden dänische Kronen zu verbessern. Auch dank positiver Effekte aus einem Sparkurs und positiven Währungseffekten war das besser als erwartet. Der Umsatz kam gleichzeitig mit Hilfe von neuen Produkten gegen Diabetes und Fettleibigkeit um fünf Prozent auf 28,5 Milliarden Kronen voran.

Auf dieser Basis stellt der Vorstand nunmehr für das laufende Jahr ein Plus beim Umsatz in lokalen Währungen von ein bis 4 Prozent in Aussicht. Bisher war von einem Rückgang von einem Prozent die Rede. Der operative Gewinn soll außerdem nunmehr stagnieren oder um bis zu vier Prozent zulegen. Zuvor bewegte sich die vorgegebene Spanne zwischen minus zwei Prozent und plus drei Prozent.

Leuchten hatte bereits im Vorfeld der Zahlenpräsentation darauf gesetzt, dass sich das erste Quartal als Tiefpunkt herausstellt und es anschließend mit den Geschäften wieder aufwärts geht. Dazu muss man wissen, dass die lange Jahre so erfolgsverwöhnte Novo-Nordisk zuletzt unter Preis- und Wettbewerbsdruck auf dem wichtigen US-Markt gelitten hat. Das Unternehmen hatte auch deswegen noch Anfang Februar angekündigt, mit sinkenden Preisen im laufenden Jahr zu rechnen.

Die UBS-Schätzungen sehen für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr 15,37 Kronen nach 14,96 Kronen im Vorjahr vor und für 2018 sind dann 17,80 Kronen eingeplant. Die weiteren Prognosen bis 2021 beinalten dann Ergebnisschätzungen von 19,88, 21,79 und 23,30 Kronen. Bei der Dividende kalkuliert Leuchten für das Geschäftsjahr 2017 mit 8,00 Kronen nach 7,60 Kronen für 2016. In den vier folgenden Jahren soll der Ausschüttungssatz kontinuierlich weiter auf 9,00, 10,00, 10,50 und 11,00 Kronen steigen.

Charttechnik





Die Anteilsscheine von Novo-Nordisk haben von 2002 bis 2015 einen richtigen heißen Ritt auf dem Börsen-Parkett hingelegt. Stiegen die Notierungen in dieser Zeit doch von 16,80 dänischen Kronen auf 410,70 Kronen. Doch seit August 2015 konnte diese starke Erfolgsbilanz nicht mehr weiter ausgebaut werden und im zweiten Halbjahr des Vorjahres stellte sich sogar eine ausgeprägte Kurskorrektur ein. Seit November versucht sich der Titel aber an einer Stabilisierung und neu aufgestellte Jahreshochs sorgen für ein inzwischen wieder etwas verbessertes Chartbild.

Profil



Novo Nordisk ist ein global tätiges Unternehmen der Gesundheitsbranche und mit Hilfe von Innovationen seit über 90 Jahren führend in der Diabetesversorgung. Hier bietet die Gesellschaft neben verschreibungspflichtigen Medikamenten auch Injektionssysteme und ergänzende Produkte an. Zudem ist der dänische Konzern auch auf andere chronische Erkrankungen wie Hämophilie, Wachstumsstörungen und Adipositas spezialisiert. Novo Nordisk beschäftigt derzeit etwa 42.000 Menschen in 77 Ländern. Die Produkte des Unternehmens mit Hauptsitz in Dänemark werden in über 165 Ländern vertrieben.

Auf Seite sechs: Essilor





Essilor-Aktie

(WKN: 863195)

Bei der fünften und letzten in diesem Beitrag besprochenen Kaufempfehlung der UBS handelt es sich um Essilor. Hier ist das Kursziel von 141,00 Euro gleichbedeutend mit einem Kurspotenzial von fast 19 Prozent.

Der französische Optik-Spezialist hat im ersten Quartal trotz eines schwachen Geschäfts mit Sonnenbrillen begünstigt von einem starken Wachstum des Geschäfts mit Kontaktlinsen- und Brillen den Umsatz um zehn Prozent auf 1,96 Milliarden Euro verbessert. Wechselkurs- und flächenbereinigt erzielte das Unternehmen, das sich mit dem italienischen Brillenkonzern Luxottica zusammenschließt, ein Umsatzplus von 2,4 Prozent.

Im laufenden Jahr strebt die Gesellschaft ein wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent an. Flächen- und wechselkursbereinigt werde das Wachstum voraussichtlich 3 bis 5 Prozent betragen, hieß es, ohne dass wie traditionell üblich nähere Angaben zum Gewinn gemacht wurden.

Bei der UBS ist der zuständige Analyst Nicolas Langlet zuversichtlich mit Blick auf die weitere Umsatzentwicklung. Das Unternehmen verfüge auf sich alleine gestellt bereits über ein günstiges Wachstumsprofil. Das gilt erst Recht im Verbund mit Luxottica, wobei Langlet der Meinung ist, dass der Markt die mit diesem Zusammenschluss verbundenen Geschäftspotenziale noch unterschätzt.

Aufgrund von Währungseinflüssen hat die UBS die Gewinnschätzungen für 20176 jüngst leicht um 0,6 Prozent gekürzt. Langlet rechnet jetzt für 2017 mit einem Gewinn je Aktie von 4,22 Euro nach 3,71 Euro. Für 2018 kalkuliert er mit 4,74 Euro und auch in den Jahren danach soll es mit dem Ergebnis weiter kontinuierlich nach oben gehen (Schätzung für 2021: 6,40 Euro). Den weiteren Kalkulationen zufolge soll die Dividende für das laufende Geschäftsjahr von 1,50 Euro je Aktie auf 1,65 Euro steigen und für das Geschäftsjahr 2018 dann auf 1,85 Euro.

Charttechnik





Die Aktie von Essilor hat sich von bis einen Status als Dauerläufer erarbeitet. Denn in dieser Zeit zogen die Notierungen relativ stetig von 11,50 Euro auf 123,55 Euro nach oben. Das letzte Rekordhoch stammt allerdings vom November 2015 und insgesamt hat sich seit April 2015 ein mittelfristiger Seitwärtstrend breit gemacht. Doch dank der in den vergangenen Monaten verbuchten Gewinne hat sich die Notiz wieder nahe an die alte Bestmarke herangekämpft. Gelingt der Sprung darüber, wäre das gleichbedeutend mit einem erfahrungsgemäß nicht zu unterschätzenden prozyklischen charttechnischen Kaufsignal.

Profil

Essilor gilt als weltweit führender Hersteller von optischen Produkten. Die Gesellschaft entwirft, produziert und vertreibt eine breite Auswahl an Linsen zur Verbesserung und zum Schutz des Sehvermögens. Darüber hinaus bietet der Konzern auch unterschiedliches Zubehör, Instrumente und Dienstleistungen zur Nutzung in der professionellen Anwendung an. Mit mehr als 55.000 Mitarbeitern ist das Unternehmen in 62 Ländern aktiv. Viel Wert wird strategisch auf eine hohe Innovationskraft gelegt, was auch darin zum Ausdruck kommt, das Essilor rund 400 Wissenschaftler weltweit beschäftigt.