EA-Deutschlandchef Kosche: "Mit einem solchen Shitstorm haben wir nicht gerechnet"
· Börse Online Redaktion
Der Blick auf die Hit-Liste der am sehnlichst erwarteten Videospiele bei Amazon muss für die Konkurrenz in den vergangenen Tagen einigermaßend ernüchternd gewesen sein. Auf den Rängen eins bis zehn der Amazon-Charts lagen zehn Titel des US-Riesen Electronic Arts. Alleine acht Plätze unter den Top10 gingen an Fifa 16 und die entsprechenden Versionen für die verschiedenen Plattformen von PS4, PS3 über Xbox One bis PC. Die Stimmung in der EA-Deutschlandzentrale in Köln dürfte entsprechend sein.
Herr Kosche, das neue Fifa 16 ist seit heute verfügbar. Mit welchem Team zocken Sie am liebsten?
Jens Kosche: Seine Heimat kann man ja nicht verleugnen ... Auch wenn‘s manchmal schmerzt, greif ich ab und an zu der Mannschaft aus Bremen.
Und die Deutsche Meisterschaft 2015/16 holt.... ?
...Borussia Dortmund. Etwas Abwechslung kann nicht schaden.
Fifa ist das populärste Videospiel in Deutschland. In den vergangenen Jahren hat EA alleine in Deutschland im Schnitt circa zwei Millionen FIFA-Spiele pro Jahr verkauft. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? Ist das nur die Popularität des Fußballs?
Wir haben das Spiel über viele Jahre hinweg beständig weiterentwickelt und verbessert und dabei vor allem immer sehr genau auf das Feedback der Spieler gehört. "Players first" ist unser Mantra und das hat sicherlich zum Erfolg beigetragen.
In der aktuellen Version können die Gamer erstmals auch mit Frauenteams zocken. Diese Erweiterung sorgte bei Fans für einen regelrechten Shitstorm. "Peinlich", "Lieber Fußpilz als Frauenfußball" waren noch die netteren Kommentare. Hätten Sie mit einem solch Macho-Aufstand gerechnet?
Nein, damit haben wir in dieser Form nicht gerechnet. Unser COO Peter Moore hat in einem Tweet sinngemäß geschrieben: "Sehr betrüblich, dass es unter den Followern von @easportsfifa frauenfeindliche Bemerkungen zur Einführung von Frauen in Fifa gibt." Damit ist alles gesagt, was wir davon halten.
Wie erklären Sie sich diese Entrüstung bei vielen Fans?
Gegenüber den vielen Millionen FIFA-Fans weltweit ist das natürlich eine Minderheit. Damit will ich das nicht schönreden, aber die meisten FIFA-Fans sind sicherlich nicht frauenfeindlich, sondern begeisterte virtuelle Sportler, die fair mit ihren Mitspielern und ihrer Umgebung umgehen.
Online gehört auch bei Videospielen die Zukunft. Wie lange wird es Fifa und die anderen Games überhaupt noch als Offline-Version für Konsolen und PCs geben?
Solange die Kunden das noch auf einem Datenträger kaufen wollen. Ich rechne damit, dass das noch eine ganze Weile der Fall sein wird.
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