CHARTANALYSE

Gruselig: Deutsche Bank-Aktie, Aixtron und Co - 13 Charts zum Fürchten

Gruselig: Deutsche Bank-Aktie, Aixtron und Co - 13 Charts zum Fürchten

WKN: A1JAGV ISIN: JE00B4T3BW64 Glencore plc

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24.08.2016 - 06:28
29.01.2016 07:36:00

Je näher der März rückt, umso mehr werden sich Optimisten wünschen, dass sie dann noch den siebten Geburtstag des 2009 aufgenommenen Bullenmarktes feiern können. Doch ein DAX auf dem Niveau von Anfang 2014 lässt Zweifel an dessen Lebenskraft aufkommen. Dreizehn Charts des Grauens weisen jedenfalls auf Brüche im vielbeschworenen Bullenmarkt hin. Von Jürgen Büttner



Nach der letzten großen Kreditkrise, welche die Kurse am deutschen Aktienmarkt von 2008 bis zum ersten Quartal 2009 scharf einbrechen ließ, hat sich anschließend eine massive Hausse-Bewegung breit gemacht. Weil sich in dieser Zeit für investierte Marktteilnehmer leichtes Geld verdienen ließ, wären die meisten Anleger natürlich froh, wenn das ewig so weitergehen würde. Zumal dieser Wunschtraum durch die menschliche Psyche gestützt wird. Neigen wir doch dazu, Entwicklungen aus der jüngeren Vergangenheit einfach immer weiter fortzuschreiben. Wobei im aktuellen Fall diese Art der Konditionierung noch verstärkt wurde durch die auch mit kursbeflügelnden Zielen betriebene ultraexpansive Geldpolitik. Denn die letztlich damit verbundene Botschaft lautete, dass die Zentralbanken schon einspringen werden, sobald die Kurse wieder ins Trudeln kommen sollten.

So ein fast schon paradiesisches Umfeld birgt aber natürlich trotzdem auch Gefahren. Denn es macht nicht nur träge und leichtsinnig, sondern es verstellt auch den Blick für die möglicherweise im Umfeld lauernden Gefahren. Vom Letzteren gibt es bei genauer Hinsicht derzeit aber mehr als genug. Schwierigkeiten gibt es praktisch weltweit nicht nur auf gesellschaftlicher, politischer und volkswirtschaftlicher Ebene, sondern auch die Bewertungen bewegen sich längst nicht immer auf einem Niveau, die diesen Risiken auch gerecht werden.

Wer sich bei der Aktienanlage vornehmlich im deutschen Nebenwertebereich tummelt, der hat es vielleicht gar nicht so gemerkt, denn MDAX, SDAX und TecDAX haben sich bis vor kurzem noch sehr gut gehalten. Aber in vielen anderen Aktienbereichen läuft es schon länger nicht mehr rund und der überaus schwache Jahresauftakt in vielen Weltbörsen ist weniger eine Eintagsfliege sondern eher nur eine öffentlichkeitswirksame Aufdeckung dieses eingetrübten Marktumfeldes. Beim DAX ist beispielsweise folgendes bemerkenswert: Der Deutsche Leitindex bewegt sich auf dem aktuellen Niveau lediglich auf einem bereits Anfang 2015 erreichten Niveau. Das heißt aber nichts anderes, als das mit deutschen Standardwerten per Saldo schon in den beiden vergangenen Jahren nichts mehr zu verdienen war. Von einem echten Bullenmarkt kann somit bei genauer Hinsicht längst keine Rede mehr sein.

Wie schwierig die Lage teilweise ist, zeigen wir in der nachfolgenden Chartstrecke. Dreizehn Beispiele von Aktien, bei denen der Chart zum Fürchten aussieht, wurden auch deshalb gewählt, weil der Ruf der Dreizehn als Unglückszahl zum Aussehen der Chartbilder passt. Die Beispiele sind zudem bewusst aus verschiedenen Branchen, Ländern, Regionen und Marktsegmenten zusammengestellt, um so zu demonstrieren, dass es fast überall Beispiele dafür gibt, dass möglicherweise irgendetwas nicht mehr stimmt mit dem vielbeschworenen Bullenmarkt. Zumindest stimmen die Charts des Grauens insofern nachdenklich, als sie der beste Beweis dafür sind, dass verdächtig viele Aktien trotz eines der lange Zeit dynamischsten Bullenmärkte überhaupt in Schwierigkeiten stecken. Zumal sich nach der jüngsten Kurschwäche noch viel mehr Titel finden, bei denen das Chartbild zumindest zu einer gewissen Vorsicht mahnt.

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Bildquelle: Julian Mezger, Ralph Orlowski/Reuters, Salzgitter AG, HHLA, 123RF, Air Berlin Group, IBM Corporation, Telefonica Deutschland, 123RF, Richemont, China Daily/Reuters, Istockphoto, Shannon Stapleton/Reuters, Siphiwe Sibeko/Reuters

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