Heidelberger Druckmaschinen setzte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 1,55 Milliarden Euro acht Prozent weniger um als im Vorjahr und rutschte noch tiefer in die roten Zahlen. Nach Steuern fiel ein Verlust von 95 Millionen Euro an, nach einem Minus von 40 Millionen Euro im Vorjahr. Dabei verbuchte der Konzern Restrukturierungskosten in Höhe von 72 Millionen Euro an. Ohne die Sondereinflüsse verdienten Heidelberger Druck auf operativer Ebene 29 Millionen Euro, nach einem Plus von zehn Millionen Euro im Vorjahr. Die Erwartungen der Analysten verfehlte das Unternehmen damit allerdings.

Der Weltmarktführer für Bogenoffsetdruckmaschinen strich mehrere hundert Stellen im Kerngeschäft. Außerdem stellten die Heidelberger den Bau von Maschinen zur Weiterverarbeitung teilweise ein. Die Maßnahmen zur strategischen Portfoliobereinigung seien nun abgeschlossen und würden zum überwiegenden Teil ab dem neuen Geschäftsjahr wirksam, heißt es. "Wir haben unser Portfolio auf Profitabilität und Wachstum ausgerichtet und die Ressourcen dementsprechend angepasst. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch den strategischen Umbau ab dem nächsten Geschäftsjahr unsere Zielmarge nachhaltig erreichen und zukünftig wieder wachsen werden", sagt Konzernchef Gerold Linzbach.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 will Heidelberger Druck demnach eine EBITDA-Marge von mindestens acht Prozent erzielen. In den ersten neun Monaten belief sich die operative Marge vor Sondereinflüssen auf 5,2 Prozent.

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Der Turnaround ist in vollem Gange. Wie üblich geht das mit einer hohen Volatilität einher, der heutige Kursabschlag sollte daher nicht überbewertet werden. Wir belassen die Aktie auf "Kaufen". Das Kursziel beträgt 2,80 Euro. Der Stopp sollte bei 1,65 Euro gesetzt werden.