Die EVG konkurriert bei der Vertretung der Bahnbeschäftigten mit der Lokführergewerkschaft GDL, die den Streik im Güter- und Personenverkehr bis Montag ausgerufen hat. Eskaliert ist der Streit mit der Deutschen Bahn weniger wegen der konkreten Tarifforderungen der GDL, sondern weil die Gewerkschaft nicht allein für die 20.000 Lokführer verhandeln will, sondern auch für rund 17.000 Zugbegleiter und Rangierführer. Die Vertretung dieser Gruppe beansprucht die größere EVG für sich. Die Bahn lehnt konkurrierende Gehaltsabschlüsse ab.

Kirchner warf der GDL vor, nur deshalb einen so massiven Streik ausgerufen zu haben, um ihren Machtbereich auszudehnen. "Ich befürchte negative Folgen für die gesamte Gewerkschaftsbewegung", sagte Kirchner mit Hinweis auf Forderungen nach Einschränkung des Streikrechts.

Reuters