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Hot Stocks: Zehn heiße Nebenwerte mit viel Potential

Hot Stocks: Zehn heiße Nebenwerte mit viel Potential
16.08.2017 13:30:00

Einen mit der Chilischote vergleichbaren Ruf genießen Hot Stocks: Für die einen sind sie ungenießbar, während andere auf ihre besondere Schärfe stehen. BÖRSE ONLINE hat sich auf die Suche nach Aktien mit Zunder gemacht. Von Wolfgang Hagl und Christian Ingerl



Die Börsenwelt steckt voller Etiketten: Wenn es darum geht, Aktien größenmäßig einzuordnen, ist von Large, Mid und Small Caps die Rede. Verfechter der Value-Strategie bezeichnen ihre Favoriten als Substanztitel, während der Growth-Ansatz vom Wachstumswert spricht. Was die Solidität einer Aktie anbelangt, gilt die Bezeichnung Bluechip als eine Art Gütesiegel. Dabei handelt es sich um die Dividendenpapiere bekannter, finanzstarker Konzerne. Beispielsweise ist der DAX ein Sammelsurium heimischer Bluechips. Am anderen Ende dieser Kategorie tummeln sich die Hot Stocks. Dieses Etikett erhalten Aktien, die zwar große Kurschancen mitbringen. Allerdings holen sich ihre Halter dafür auch enorme Risiken ins Depot.



Aus diesem Grund machen nicht wenige Investoren einen weiten Bogen um Hot Stocks. Sie sind nicht bereit, für die Gelegenheit auf einen möglichen Kursverdoppler die Gefahr des Totalverlusts in Kauf zu nehmen. Institutionelle Adressen müssen das Segment meistens schon allein wegen der teils geringen Handelsumsätze meiden. Zudem stehen derart heiße Chance-Risiko-Profile nicht selten im Widerspruch zu ihren Investmentprinzipien. Darüber hinaus ist die Datenlage bei den Hot Stocks eher dünn. Vor allem bei den großen Analysehäusern spielen die entsprechenden Unternehmen schlicht keine Rolle.


Und doch kann es sich lohnen, die abseits des grellen Börsenrampenlichts stehenden Gesellschaften etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Beispielsweise erhielt Epigenomics von BÖRSE ONLINE bereits vor gut vier Jahren (Ausgabe 24/2013) das Hot-Stock-Label verpasst. Während der Biotechtitel damals bei weniger als zwei Euro notierte, liegt das aktuelle 52-Wochen-Hoch bei 7,42 Euro - mehr dazu in der Spalte rechts. Natürlich dürfen und sollen auch Fehlgriffe nicht verschwiegen werden. Als ein totaler Flop entpuppte sich Alno. Dabei sah es 2013 noch ganz danach aus, als würde der Küchenhersteller die Krise hinter und eine Expansionsphase vor sich haben. Von wegen: Vor wenigen Wochen musste das Unternehmen den bitteren Gang vor den Insolvenzrichter antreten.

Ein paar wichtige Regeln



Das Negativbeispiel zeigt: Gerade wegen des feurigen Charakters solcher Investments sollten Anleger in diesem Segment besonders vorsichtig agieren. Das gilt zunächst in Bezug auf den Kapitaleinsatz. Hot Stocks sollten selbst in den Depots spekulativer Naturen lediglich als Beimischung dienen. Reichen die Mittel aus, empfiehlt es sich, das "Spielgeld" auf mehrere Wetten zu verteilen - auf diese Weise lässt sich ein Fehlgriff leichter verschmerzen. Ein bedachtes Vorgehen ist bereits beim Einsteig sinnvoll. Anleger sollten nicht um jeden Preis kaufen, sondern die Order mit einem Limit versehen. Grund: Wegen der dünnen Liquidität respektive niedrigen Freefloats können schon kleine Aufträge für übertriebene Ausschläge nach oben sorgen.

Sobald der Hot Stock im Portfolio liegt, gilt es, die Position mit einem Stoppkurs zu versehen. Er darf ruhig etwas tiefer angelegt werden als bei soliden Standardwerten. Schließlich sind selbst stärkere kurzfristige Rücksetzer durchaus typisch für die Hot Stocks. Läuft eine Spekulation in die richtige Richtung, kann der Stopp nach oben angepasst werden. Bricht die Notierung über das erträgliche Maß hinaus ein, hilft diese Vorgehensweise, Gewinne abzusichern oder zumindest den Verlust zu begrenzen.

Am Anfang steht natürlich die Suche nach den aussichtsreichsten Aktien mit Zunder. Es gibt kein klar definiertes Raster, mit dem sich die Hot Stocks aus dem riesigen Börsenuniversum herausfiltern lassen. BÖRSE ONLINE zieht vielmehr eine Reihe von unterschiedlichen Kriterien heran. Hellhörig machen uns unter anderem Unternehmen, die mit aussichtsreichen Produkten am Start stehen. Beispielsweise hat Biofrontera im vergangenen Jahr die US-Zulassung für sein wichtigstes Präparat erhalten. Jetzt könnte das Biotechunternehmen auf eine Wachstumsphase sowie über kurz oder lang auf den Break-even zusteuern.

Auf Seite 2: Spekulative Medienwerte



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