Unter dem Strich verdiente der Branchenprimus im zweiten Quartal mit sechs Milliarden Dollar acht Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie JPMorgan am Dienstag mitteilte. Die Einnahmen sanken um zwei Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar. Allerdings schlug sich die Bank damit deutlich besser als von Analysten erwartet, der Aktienkurs legte vorbörslich knapp zwei Prozent zu. Die Papiere der Deutschen Bank zogen im Zuge der Zahlen ebenfalls an. JPMorgan-Chef Jamie Dimon erklärte zudem, zum Ende des zweiten Quartals habe es quer durch alle Geschäftsbereiche der Bank ermutigende Zeichen gegeben.

Pro Aktie betrug der Gewinn bei JPMorgan im abgelaufenen Quartal 1,46 Dollar. Analysten hatten mit lediglich 1,29 Dollar Gewinn pro Aktie gerechnet und auch die Einnahmen lagen rund 1,5 Milliarden Dollar höher als gedacht. Im ersten Quartal hatte die Bank bereits einen Gewinnrückgang um ein Fünftel auf 5,3 Milliarden Dollar ausgewiesen. Damals allerdings hatten die Zahlen die Analysten enttäuscht und den Aktienkurs gedrückt.

Das Geschäft mit dem Handel von Anleihen und Währungen schrumpfte bei JPMorgan im zweiten Quartal erneut. Im Anleihengeschäft betrug der Einnahme-Rückgang den Angaben zufolge zehn Prozent, im Aktiengeschäft waren es 15 Prozent. Zudem seien die Rückstellungen für faule Kredite von 47 Millionen auf 692 Millionen Dollar angestiegen. Im Hypotheken-Geschäft sank der Gewinn um 38 Prozent. Das Volumen der beantragten Immobilienkredite ging um 54 Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar zurück. JPMorgan ist die zweitgrößte US-Hypothekenbank hinter Wells Fargo. Diese hatte bereits in der vergangenen Woche über einen Rückgang der Hypotheken-Einnahmen von 39 Prozent berichtet.

Reuters