"Die Situation in Südafrika scheint sich langsam zu verbessern und in Australien sind wir schneller vorangekommen als geplant", sagte Büchele am Dienstag laut Redetext auf der Hauptversammlung in München. "Jetzt bringen wir unser Geschäft in Brasilien auf Vordermann." Eine maue Wirtschaftsentwicklung, schwächelnde Industriekunden und ungünstige Wechselkurse hatten Linde in diesen Regionen 2014 belastet. Büchele hatte deshalb einen Umbau der dortigen Aktivitäten angekündigt

Der Konzern, der Chemie- und Stahlfirmen sowie Krankenhäuser mit Gasen versorgt, profitierte zuletzt von seiner florierenden Medizinsparte und vom schwachen Euro. Bei der Bestellung neuer Großanlagen halten sich Industriekunden dagegen weiter zurück, unter anderem wegen des niedrigen Ölpreises, wie der Linde-Chef erklärte.

Büchele, der vor einem Jahr Wolfgang Reitzle auf dem Chefsessel abgelöst hatte, bekräftigte die Finanzziele. Demnach soll Linde im laufenden Jahr 18,2 bis 19 Milliarden Euro erlösen und ein Betriebsergebnis von 4,1 bis 4,3 Milliarden Euro einfahren. Dieses soll im kommenden Jahr auf 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro klettern. Die Aktionäre bekommen für 2014 eine Dividende von 3,15 Euro je Aktie, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Reuters