Lufthansa-Chef Carsten Spohr habe entsprechende Analysen in Auftrag gegeben, berichtete das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Nach früheren Aussagen der Lufthansa erwägt die Airline dafür auf touristischen Strecken den Einsatz von bereits abgeschriebenen Jets. Zudem ist beabsichtigt, die Flughafengebühren und die Personalkosten zu drücken. Lufthansa lehnte eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab und verwies auf den 9. Juli. Dann will Spohr seine Pläne für den Konzernumbau vorstellen.

Europas größte Fluggesellschaft hatte wegen des härteren Preiskampfs in Europa und auf den lukrativen Langstrecken nach Amerika Mitte Juni ihre Gewinnziele für dieses und nächstes Jahr gekippt. Der Vorstand will beim Konzernumbau als Antwort auch auf die zunehmende Konkurrenz staatlicher Airlines aus der Golfregion jetzt noch mehr Gas geben und stellt alles auf den Prüfstand.

Vor zwei Wochen hatte das Magazin "Der Spiegel" berichtet, die Lufthansa wolle neben ihrer Tochter Germanwings einen weiteren Billiganbieter an den Start bringen und so der Konkurrenz wie Ryanair oder Easyjet Paroli bieten. Die Flotte der Tochter Eurowings solle um Maschinen vom Typ Airbus A320 erweitert werden und von Deutschland aus Ziele in ganz Europa anfliegen.

Reuters