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Nestle-Aktie: Was die rezeptfreien Medikamente von Merck für die Schweizer bedeuten

Nestle-Aktie: Was die rezeptfreien Medikamente von Merck für die Schweizer bedeuten

WKN: A0Q4DC ISIN: CH0038863350 Nestlé SA (Nestle)

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20.10.2017 - 16:11
13.09.2017 02:10:00

Laut Insidern will Nestle das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien von Merck kaufen. Der Lebensmittelkonzern soll schon länger Interesse an der Sparte des Pharmaherstellers haben. Der mögliche Zukauf könnte ein erster Schritt sein, den Konzern auf hochpreisigere Produke auszurichten. Von Peer Leugermann

Nestle und Merck hätten bereits miteinander gesprochen, bevor die Südhessen den Bereich mit Marken wie dem Nasenspray Nasivin offiziell ins Schaufenster stellten, sagten drei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Laut den Quellen sollen beide Konzerne damals über ein Gemeinschaftsunternehmen verhandelt haben. Grund: Nestle wollte wegen der fehlenden Erfahrung im Medikamentenbereich ein Joint Venture. Dem Vernehmen nach scheiterten die Gespräche damals an diesem Wunsch der Schweizer. Merck hatte am Dienstag angekündigt, einen vollständigen oder teilweisen Verkauf des Geschäfts als auch strategische Partnerschaften zu prüfen. Bis Anfang 2018 soll eine Entscheidung fallen. Neben Nestle sollen auch der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson sowie der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser interessiert sein. Die genannten Unternehmen wollten sich dazu nicht äußern.



Gerüchte, dass Merck sich von dem Geschäft mit seinen weltweit 3800 Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 860 Millionen Euro trennen will, gibt es bereits seit Jahren. Bislang hatte das Unternehmen offiziell stets abgewinkt. Insidern zufolge stand das Management in den vergangenen Monaten wiederholt mit potenziellen Käufern im Austausch. Dabei seien die Gespräche mit Nestle am fortgeschrittensten gewesen, sagte einer der Insider.


Der neue Nestle-Chef Ulf Mark Schneider, der zuvor den deutschen Gesundheitskonzern Fresenius geführt hatte, setzt neben dem Ausbau des Kerngeschäfts auf das vielversprechende Gesundheitsgeschäft. Denn die Bereiche, in denen der Konzern bereits tätig ist - wie Hautpflegeprodukte oder Gesundheitsprodukte für alte und kranke Menschen - versprechen deutlich höhere Wachstumsraten als etwa der vielerorts gesättigte Markt für Süßigkeiten. Einem der Insider zufolge hofft Merck auf einen Preis von fünf Milliarden Euro, während andere schon vier Milliarden als zu ambitioniert ansehen.

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Bildquelle: Denise Balibouse/Reuters

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