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12.03.2016 11:00:00

Softwareentwickler

PSI-Aktie: Der Margen-Marathon


Um profitabler zu werden, wandelt sich der Softwareentwickler zum Produktanbieter. Der Weg zu zweistelligen Renditen ist noch weit, doch erste Erfolge sind sichtbar: Umsatz und Gewinn steigen wieder. Von Peer Leugermann

Für PSI können die Probleme der Kunden offenbar nicht groß genug sein. Obwohl in zahlreichen Abnehmerbranchen schlechte Marktbedingungen herrschen, steigen Umsatz und Gewinn des IT-Unternehmens seit Anfang 2015 wieder. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wuchsen die Erlöse um 7,4 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sprang - allerdings von einem niedrigen Vorjahresniveau aus - um 66 Prozent nach oben und erreichte 7,2 Millionen Euro.

Kunden unter Strom



Zahlreiche Industrien nutzen die Software der Berliner: Energieversorger steuern damit ihre Netze, Rohstoffkonzerne die Förderung von Bodenschätzen, Stahlunternehmen den Produktionsfluss. In allen diesen Wirtschaftszweigen laufen die Geschäfte derzeit eher schlecht. Die Energiewende bedroht die Geschäftsmodelle der Stromanbieter, Öl- und Gasförderer leiden unter den abgestürzten Rohstoffnotierungen, Stahlerzeuger kämpfen mit Überkapazitäten und fallenden Preisen. Dennoch erwartet PSI, mit einem zweistelligen Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz ins aktuelle Jahr zu starten. Die Gründe für den Optimismus sind vielfältig. Jahrelang zögerten die Stromerzeuger Investitionen hinaus, doch mittlerweile erzwingen die erneuerbaren Energien die Modernisierung der Netze. Denn Ökostrom fließt unregelmäßig und wird dezentral erzeugt. Und je größer die Menge, desto schwieriger wird es, die Bioenergie aus einer Vielzahl von Quellen zu verteilen, ohne die Netze zu überlasten. Darüber hinaus werden in diesem Jahr die Durchschnittskosten für den Betrieb der Stromnetze ermittelt. Auf dieser Basis wird die Höhe der künftigen Netzentgelte festgelegt. Daher stecken die Netzbetreiber besonders jetzt viel Geld in ihre Leitungen. "Bereits Ende 2014 zogen die Investitionen an, liefen im vergangenen Jahr hoch und werden dieses Jahr mit den eigentlichen Systeminstallationen weiter steigen", erklärt Vorstandschef Harald Schrimpf den Mechanismus.

Bei Öl-, Gas- und Stahlkunden wiederum kürzen Rohstoffförderer und asiatische Stahlkocher ihre Ausgaben. Doch dafür investieren Rohstoffimporteure und Großhändler, während Metallkonzerne wie Tata Steel oder Thyssenkrupp mit Effizienzprogrammen auf den Preisdruck reagieren. All das stabilisiert die Nachfrage.

Die Situation für die Unternehmensbereiche Energie- und Produktionsmanagement ist daher keineswegs so schlecht, wie die Rahmenbedingungen vermuten lassen. Die Geschäftsfelder sind mit 36 beziehungsweise 48 Prozent die größten Umsatzbringer des Unternehmens. Während die Stromversorger im Energiesegment für Wachstum sorgen, sind es im Produktionsbereich die Auto- und Logistikkonzerne, bei denen die Geschäfte weiterhin ordentlich laufen. Drittes Standbein sind Lösungen für Nahverkehrsbetriebe.

Auf Seite 2: Gewinnbringende Verwandlung



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Bildquelle: PSI AG

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