Für das neue Jahr stellte Konzernchef Peer Schatz einen um Wechselkurseinflüsse bereinigten Umsatzanstieg und Gewinnzuwachs in Aussicht. Das 1984 in Düsseldorf gegründete Unternehmen ist auf Tests zum Nachweis von Krankheiten und Laborgeräte spezialisiert. Qiagen erzielt 87 Prozent des Geschäfts mit Verbrauchsmaterial für seine Analysegeräte und damit verbundenen Aktivitäten.

Insgesamt baute Qiagen 2014 den bereinigten Konzernumsatz um drei Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar aus. Zu dem Anstieg trugen auch Übernahmen bei. Nach dem Kauf der Firma Enzymatics hatte Qiagen allerdings für das vierte Quartal Umbaukosten angekündigt - dazu kamen Aufwendungen wegen der Schließung eines US-Standorts. Qiagen hatte deshalb unlängst sein Gewinnziel je Aktie gesenkt: Erreicht wurden 2014 nun bereinigt 1,00 Dollar je Anteilsschein nach 1,02 Dollar vor Jahresfrist. Zuvor hatte Schatz noch 1,08 Dollar je Aktie angepeilt.

Für das laufende Jahr erwartet Konzernchef Schatz wechselkursbereinigt einen Umsatzanstieg von rund vier Prozent und einen Zuwachs des bereinigten Gewinns je Aktie auf 1,16 bis 1,18 Dollar. Gegenwind erwartet Qiagen allerdings in den USA im Geschäft mit Tests auf das Humane Papilloma-Virus (HPV), das Gebärmutterhalskrebs auslösen kann. Zudem dürfte sich der stark gestiegene Dollar in einigen Märkten negativ bemerkbar machen. Im Geschäft mit dem Analyse-Gerät QIAsymphony, das eine Vielzahl von Tests zum Nachweis von Krankheiten verarbeiten kann, werden bis Ende dieses Jahres weltweit mehr als 1500 installierte Geräte angepeilt. Ende Dezember waren es mehr als 1250 Geräte.

Reuters