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INTERVIEW

SAP-Aktie: Finanzchef Mucic: Anleger werden mit SAP noch viel Freude haben

30.10.2014 14:23:00

SAP hat Investoren am Montag mit einer gekappten Gewinnprognose überrascht. Investoren schickten die Aktie auf Talfahrt. Wie SAP-Finanzvorstand Luka Mucic das wichtige Jahresendgeschäft sieht, warum er den Ausbau des Cloud-Geschäfts langfristig für richtig hält und was Personalchef Stefan Ries zum Konflikt mit den Mitarbeitern sagt. Von Thomas Schmidtutz



Herr Mucic, SAP hat fürs dritte Quartal eher durchwachsene Zahlen vorgelegt. Vor allem das Cloud-Geschäft drückt derzeit auf das Ergebnis. Müssen sich Investoren bei SAP nach vier starken Jahren jetzt auf eine Durststrecke einstellen?
Ihre Einschätzung zu den Quartalszahlen teile ich nicht. Unsere Entwicklung im dritten Quartal war außerordentlich gut. Die Umsätze mit Software- und softwarebezogenen Dienstleistungen sind um sieben Prozent gewachsen, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie um acht Prozent, unser Cloud-Geschäft um 41 Prozent. Von daher muss sich niemand Sorgen um SAP machen. Wir sind sehr gut unterwegs.

Aber Sie haben die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis gerade um rund 200 Millionen Euro nach unten korrigiert. Investoren fanden das nicht so überzeugend. Die Aktie lag am Montag mit einem Minus von gut fünf Prozent am DAX-Ende.
Wir haben unsere Prognose für das bereinigte Betriebsergebnis auf die stärkere Entwicklung im Cloud-Geschäft angepasst, das ist richtig. Im Cloud-Geschäft ist es nun einmal so, dass die Umsätze über die gesamte Vertragslaufzeit von mehreren Jahren realisiert, die Kosten für den Vertrieb oder die entsprechende Infrastruktur aber sofort gebucht werden. Doch über die Zeit sind diese Umsätze und die entsprechenden Erträge für SAP sehr positiv. Daher werden langfristig orientierte Investoren in der Zukunft noch sehr viel Freude mit SAP haben.

Kurzfristig belasten die Investitionen aber zunächst das Ergebnis. Die Cloudmarge ist zuletzt um 11,1 Basispunkte gesunken, offenbar vor allem wegen der nötigen Erweiterung ihrer Rechenzentren. Werden Sie hier weiter investieren?
Zunächst möchte ich feststellen, dass wir unsere Marge im dritten Quartal insgesamt mit 31,8% praktisch stabil gehalten haben. Gleichzeitig haben wir investiert. Wir gehen davon aus, dass unsere Investitionen ins Cloud-Geschäft im vierten Quartal und nicht mehr in der gleichen Weise nötig sein werden. Auch für die kommenden Jahre verändert sich das Bild.

Warum?
Zum einen - langfristig - haben wir unlängst mit IBM eine strategische Partnerschaft vereinbart. Dabei können wir verstärkt die Infrastruktur der IBM nutzen. Deshalb wird bei uns der Bedarf für Investitionen in zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten sinken. Zum anderen - kurzfristig - wollen und können wir bis uns zum Jahresende voll auf unsere Kunden konzentrieren und dabei strikte Kostendisziplin über alle Bereiche üben. Personalseitig haben wir in den ersten drei Quartalen zum Beispiel aufgestockt. Zusätzliche Investitionen sind hier im Augenblick nicht vorgesehen.

Erst vor wenigen Tagen hat SAP-Chef Bill McDermott einen Bericht von BÖRSE ONLINE über das neue Sparprogramm mit den Worten abgetan, SAP sei noch nie so stark gewesen wie jetzt. Jetzt kappen Sie die Prognose um 200 Millionen Euro. Wie geht so etwas zusammen?
Wir haben kein Sparprogramm, sondern ich habe zur Kostendisziplin gerufen. Abgesehen davon: Bill McDermott hat es absolut richtig formuliert. Wir sind sehr erfolgreich unterwegs. Unser gesamtes Neuauftragsvolumen in der Cloud entspricht bereits jetzt mehr als einem Drittel der Lizenzerlöse im dritten Quartal. Wir wachsen in diesem zukunftsträchtigen Bereich extrem stark. Die Cloud-Aufträge von heute sind die Umsätze und die Ergebnisse von morgen. Deshalb noch einmal: Wir sind hier hervorragend unterwegs.

Auf Seite 2: Mucic über die weiteren Aussichten für 2014

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Bildquelle: Wolfram Scheible/SAP SE

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