ANALYSE

SAP-Aktie nach den Zahlen: Warum das Papier wieder ein Kauf ist

SAP-Aktie nach den Zahlen: Warum das Papier wieder ein Kauf ist

WKN: 870747 ISIN: US5949181045 Microsoft Corp.

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26.09.2016 - 08:30
16.10.2015 04:05:00

Wenn das Quartal zu Ende ist, sind SAP-Investoren meist auf der Hut. Denn in den ersten zehn Tagen danach melden die Walldorfer gerne erste Eckzahlen, sofern die Ergebnisse von den Markterwartungen spürbar abweichen. Dies Mal hat sich SAP für die Mitteilung etwas mehr Zeit gelassen. Aber böse wird dem Konzern dennoch keiner sein. Dafür waren die Ergebniss einfach zu vielversprechend. Was Anlass zum Optimismus gibt. Von Thomas Schmidtutz



Der Softwarekonzern SAP hat die Berichtssaison im Dax Dienstag Nacht mit überraschend guten Zahlen eröffnet. Nach vorläufigen Zahlen legten die Walldorfer im abgelaufenen dritten Quartal beim bereinigten Betriebsgewinn gleich um 19 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro zu. Der Umsatz zog um 17 Prozent auf 4,98 Milliarden Euro an. Damit übertraf der größte europäische Software-Anbieter die Erwartungen der Analysten. Die Experten hatten SAP lediglich ein Betriebsergebnis von 1,53 Milliarden Euro zugetraut und die Erlöse bei 4,93 Milliarden Euro gesehen.



Vor allem im zukunftsträchtigen Geschäft um Cloud-Dienste kommt der Konzern weiterhin erstaunlich gut voran. Dort verbuchte SAP im abgelaufenen Quartal rund 600 Millionen Euro und damit praktisch doppelt so viel wie noch vor Jahresfrist. Auch das traditionelle Geschäft mit dem Verkauf von Software-Lizenzen zeigte sich überraschend robust. Von Juli bis September reichte es zu einem währungsbereinigten Plus von vier Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Erzrivale Oracle wies im Kerngeschäft zuletzt einen Rückgang von 16 Prozent aus. Der Konzern-Umsatz der Kalifornier war zugleich um 1,7 Prozent gesunken.


Die starken Zahlen resultieren "im Wesentlichen" aus der starken Entwicklung in den "etablierten Märkten", erklärte SAP-Finanzchef Luka Mucic. In den Schwellenländern bleibe wegen der "hohen Volatilität" aber weiterhin herausfordernd.

Die Softwarebranche steckt derzeit mitten im Umbau. Statt dem klassischen Verkauf von Softwarelizenzen setzen die Marktführer wie SAP, Oracle oder Microsoft immer stärker auf Mietmodelle. Das drückt zwar zunächst auf die Marge, weil die entsprechenden Einnahmen über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt werden, die Kosten für die Entwicklung und die Einrichtung aber sofort anfallen. Langfristig soll das Modell jedoch für stetigere Umsatzströme sorgen.

SAP kriegt diesen Umbau bislang gut hin. Analysten zeigten sich in ersten Stellungnahmen denn auch zufrieden. Die Zahlen seien insgesamt "positiv", sagte etwa Michael Briest von UBS. Auch sein Kollege Alex Tout von der Deutschen Bank sieht sich in seiner positiven Einschätzung zur Aktie bestätigt. Das Geschäftsmodell von SAP erweise sich als belastbar.

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