Trotz der Geschäftsbelebung in den Sommermonaten ist der Solartechnikkonzern SMA Solar tiefer in die roten Zahlen gerutscht. "Der Nachfrageanstieg im dritten Quartal ist nicht so stark wie erwartet ausgefallen", erklärte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag. Zudem hätten Kunden Projekte ins vierte Quartal und ins kommende Jahr verschoben. Somit habe der Nachfrageinbruch des ersten Halbjahres nicht ausgeglichen werden können. "Insgesamt bleibt der Markt für Solar-Wechselrichter volatil und von hohem Preisdruck geprägt."

Insgesamt verbuchte SMA in den ersten neun Monaten bei einem Umsatzeinbruch von knapp einem Viertel auf 549,3 Millionen Euro einen Konzernverlust von 54,1 Millionen Euro nach einem Minus von 22,0 Millionen vor Jahresfrist. Operativ stieg der Fehlbetrag (Ebit) auf 72,7 (minus 30,1) Millionen Euro.

Urbon bekräftigte die bereits reduzierten Jahresziele, die einen Umsatz von 850 bis 950 Millionen Euro vorsehen. Der Konzernchef schränkte allerdings ein, Voraussetzung für das Erreichen zumindest des unteren Endes der Umsatzprognose sei, dass die für das vierte Quartal erwarteten Vertragsabschlüsse im Projektgeschäft eine Belieferung in diesem Geschäftsjahr vorsehen. Sollte die untere Spanne der Umsatzprognose tatsächlich erreicht werden, rechnet Urbon mit einem Ebit-Verlust von etwa 45 Millionen Euro.

SMA war 2013 bereits wegen des Nachfrageinbruchs in Europa erstmals tief in die roten Zahlen geraten. Bei einem Umsatzrückgang um 56,3 Prozent auf 932,5 Millionen Euro fiel operativ ein Verlust von 89,1 (plus 102) Millionen Euro an.

Reuters