"Die Prognosen von Nippon Steel und Vallourec trüben die Stimmung für Stahlwerte, daher streichen viele Investoren die Vortagesgewinne bei Thyssen und Salzgitter wieder ein", sagte ein Händler. Die Japaner hatten ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15 auf 180 Milliarden von 250 Milliarden Yen gesenkt. Der französische Stahlröhren-Hersteller wiederum warnte vor Wertberichtigungen in Höhe von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro. Hintergrund sei die schwache Nachfrage von Ölkonzernen, denen der Preisrutsch am Rohstoffmarkt zu schaffen macht. Vallourec büßten in Paris bis zu rund neun Prozent auf 17,98 Euro ein, das war der tiefste Stand seit knapp zehn Jahren. Nippon Steel schlossen in Tokio 1,9 Prozent im Minus.

Kaum beachtet wurde laut Händlern vor diesem Hintergrund ein Bericht in der "Süddeutschen Zeitung", dass ThyssenKrupp mit dem Luxemburger Stahlkonzerns Aperam über die auf der Verkaufsliste stehende Edelstahltochter VDM verhandelt.

Reuters