thyssenkrupp Aktie [WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001]

22.01.2016 08:18:00

Ausblick

Siemens-Aktie: Aktionäre schauen Kaeser auf die Finger


Schritt für Schritt will Siemens-Chef Joe Kaeser seinen Konzern 2016 auf dem Weg zu höheren Renditen voranbringen. Bis 2020 hat sich der 58-Jährige einen Zeitrahmen für den Umbau des Unternehmens gesteckt und verlangt den Aktionären somit Geduld ab.

"Siemens ist immer noch zu stark mit sich selbst beschäftigt, die Unruhe in der Belegschaft sehr groß", kritisiert Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment. Nach langer Stagnation will Kaeser Margen wie die Konkurrenz erwirtschaften und zu Umsatzwachstum zurückkehren. Der Manager kann auf der anstehenden Hauptversammlung am Dienstag aber bei vielen Aktionären mit Milde rechnen. Nach den zahlreichen Turbulenzen der vergangenen Jahre, nach Korruptionsaffären, Vorstandsrochaden und massenhaftem Stellenabbau sehnen sich viele Anteilseigner nach Ruhe.

Zumal sich Siemens in den vergangenen Quartalen verglichen mit der Konkurrenz gut geschlagen hat. Für das abgelaufene Vierteljahr rechnen Analysten mit einem leichten Umsatzplus auf rund 18,7 Milliarden Euro und einem stabilen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro. Dank der anteiligen Buchung eines milliardenschweren Kraftwerksauftrags aus Ägypten dürfte sich auch der Auftragseingang sehen lassen. Anders als etwa die Schweizer ABB konnten sich die Münchner zuletzt noch weitgehend der Schwäche der Öl- und Gasförder-Industrie in der Folge des niedrigen Ölpreises weitgehend entziehen. Doch die Folgen des Verfalls dürfte die Aktionäre umtreiben. Kaeser hatte sich mit den milliardenschweren Käufen von Dresser-Rand und einer Rolls-Royce -Sparte ausgerechnet in einem der aktuell heikelsten Geschäftsfelder verstärkt. Sollte sich dieses Abnehmersegment dauerhaft nicht erholen, drohen massive Abschreibungen.

Manch ein großer Investor will 2016 nach all den Jahren des Umbaus endlich Fortschritte sehen. "Kaeser muss es schaffen, echte Aufbruchsstimmung und Dynamik im Konzern zu erzeugen", fordert Fondsmanager Speich. "Die kommenden zwölf Monate sind für Investoren der große Lackmustest, ob die neue Strategie wirklich funktioniert." Siemens müsse wieder Marktanteile gewinnen und sich gegen harten Wettbewerb in Übersee in Geschäftsfeldern wappnen, wo der Konzern bislang gut verdient hat.

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Bildquelle: Elijah Nouvelage/Reuters

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