TECHNOLOGIE

Siemens-Aktie: Joe Kaeser - Magier der Marge

Siemens-Aktie: Joe Kaeser - Magier der Marge

WKN: 723610 ISIN: DE0007236101 Siemens AG

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02.12.2016 - 18:54
13.11.2015 07:30:00

Die Prognose für das neue Geschäftsjahr bedeutet für Siemens-Chef Joe Kaeser auch ein persönliches Risiko. Der Vorstandschef nimmt's mit Humor - dabei bläst dem Industrietanker vor allem aus China heftiger Wind entgegen. Von Stephan Bauer

Joe Kaeser weiß genau, was hier auf dem Spiel steht. Der Humor ist dem Niederbayern an der Spitze des Industriekonzerns Siemens trotzdem nicht vergangen. "Ich bin sicher, dass auch in diesem Geschäftsjahr etwas schief geht", scherzt Kaeser am Rande der Bilanzpressekonferenz in Berlin. Es geht um die Prognose des Konzerns für die Anfang Oktober angelaufene Periode. Nur zur Erinnerung: Kaesers Vorgänger, Peter Löscher, musste im Sommer 2013 abtreten, weil er die Vorhersage, seinerzeit zwölf Prozent Gewinnmarge, zurücknehmen musste.

Kaeser nimmt das persönliche Risiko gelassen. Und baut vor. Denn mit den zehn bis elf Prozent Gewinnmarge im industriellen Geschäft fällt der Ausblick für das neue Jahr vorsichtig aus. Siemens will beim Umsatz moderat wachsen. "Fünf Prozent Wachstum sind dabei wohl die Obergrenze für das Jahr", sagt der Konzernchef auf Nachfrage von Börse Online. Beim Auftragseingang soll es dafür schwungvoller vorwärts gehen. Kaeser spricht von "starkem Wachstum", hält aber hier die Marke von zehn Prozent für eher unrealistisch. Zu weit sollte man sich eben nicht aus dem Fenster lehnen. Sonst fällt man bei Siemens leicht mal raus.

Im Geschäftsjahr zum Ende September ist jedenfalls nochmal alles gut gegangen. Gerade noch. Kaeser spricht zwar von einem "sehr soliden Quartal" und einem gelungenen Schlussspurt im vierten Quartal der abgelaufenen Berichtsperiode. Dabei hatte der Industriekonzern in den Monaten Juli bis September das erlebt, was schon oft in der Vergangenheit der Fall war: eine plötzliche Panne. Abschreibungen aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit Mitsubishi in Höhe von 138 Millionen Euro hatten den Nettogewinn im Jahresviertel um ein Drittel gedrückt. Der Nettogewinn blieb damit auch im Gesamtjahr ein Stück weit unter den Erwartungen.

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Bildquelle: Siemens AG

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