ZAHLUNGSABWICKLER

Wirecard-Aktie: Vorstandschef Braun sieht "sehr guten" Jahresstart

Wirecard-Aktie: Vorstandschef Braun sieht
18.03.2016 07:28:00

Wirecard-Chef Markus Braun geht nach wiederholten Börsenspekulationen über illegale Geschäfte bei dem Zahlungsabwickler in die Offensive - und spricht von einem "sehr guten" Jahresstart.

Wirecard-Chef Markus Braun geht nach wiederholten Börsenspekulationen über illegale Geschäfte bei dem Zahlungsabwickler in die Offensive. "Wir sind allen Vorwürfen nachgegangen. Jeder einzelne Punkt ist falsch. Das sind haltlose Unterstellungen", sagte Braun der Nachrichtenagentur Reuters und äußerte sich damit erstmals in einem Interview zu den jüngsten Anschuldigungen. "Die Behauptungen werden offensichtlich aufgestellt, um eine kurzfristige Kapitalmarktreaktion auszulösen. Wir wehren uns dagegen mit rechtlichen Maßnahmen."

Die Wirecard-Aktie ist im Technologie-Index TecDax seit dem 24. Februar um 20 Prozent abgestürzt, nachdem im Internet Betrugs- und Geldwäschevorwürfe gegen das Unternehmen erhoben wurden. Als Autor der Publikationen tritt eine bis dahin unbekannte Firma namens Zatarra Research & Investigations auf. Sie verwendet Internetadressen, die erst vor kurzem für anonyme Inhaber freigeschaltet wurden. Zatarra erklärte auf Reuters-Anfrage, man halte an den Vorwürfen fest. "Zatarra ist überzeugt von den Erkenntnissen", erklärte die Firma, die es ablehnte, Namen von Firmenvertretern oder Verantwortlichen zu nennen, in einer E-Mail. Man habe auch die Börsenaufsicht Bafin mit den Vorwürfen gegen Wirecard konfrontiert, aber keine Antwort erhalten. "Wir glauben, dass es genug Beweise für eine Untersuchung durch die Bafin gibt." Eine Bafin-Sprecherin lehnte einen Kommentar dazu ab.

Wirecard-Chef Braun wies die Vorwürfe zurück: "Durch die Komplexität der Anschuldigungen wird verschleiert, dass alles auf Unterstellungen und Fehlschlüssen aufbaut", sagte er. "Da werden alte Dinge wieder ausgegraben, die schon früher falsch waren." Wirecard war in den vergangenen Jahren mehrmals Ziel von Anschuldigungen, die zu Kurseinbrüchen führten, aber nie belegt wurden. Die Aktie wird oft für Leerverkäufe genutzt, bei denen Investoren von fallenden Kursen profitieren. Sie verkaufen geliehene Aktien und versuchen, diese bis zur Rückgabe billiger zurückzukaufen, um damit die Differenz als Gewinn einzustreichen. Zatarra räumte ein, selbst mit Wirecard-Titeln zu handeln. Diesen Vorgang nimmt die Bafin bereits unter die Lupe. Nähere Details zu ihren Untersuchungen nannte die Aufsichtsbehörde nicht.

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Bildquelle: Wirecard AG

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