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iShares Gold Producers ETF: Gold am Wendepunkt?

iShares Gold Producers ETF: Gold am Wendepunkt?

WKN: A116ZE ISIN: US31832R1095 Firma Holdings Corp

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01.01.0001 - 00:00
15.09.2015 07:38:00

Deutsche Bank, Goldman Sachs oder Sal. Oppenheim raten von Gold ab. Peter E. Huber und George Soros kaufen dagegen Goldminenaktien. Wer Huber und Soros folgen will, kann zum iShares Gold Producers ETF greifen.

Gold gilt als Versicherung gegen Krisen. Eigentlich. Doch keine der jüngsten Krisen vermochte die Talfahrt des Edelmetalls zu stoppen. Im September 2011 notierte die Unze noch bei 1921 Dollar. Aktuell kann man sie 40 Prozent günstiger erwerben. Zugreifen will aber niemand. Sal. Oppenheim etwa verbannte vor Kurzem Gold komplett aus allen Portfolios. Für die Kölner Bank ist Gold "eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert". Auch Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC oder Crédit Agricole sehen Gold skeptisch. Alle vier Institute gingen jüngst davon aus, dass der Goldkurs dieses Jahr deutlich unter 1000 Dollar fallen werde. Dies werde den Dollar stärken und Anleihen im Vergleich zum zinslosen Gold attraktiver machen. Zudem ist kein Anstieg der Inflation festzustellen. Anleger sehen daher keine Notwendigkeit, sich mit Gold gegen Vermögensverluste zu schützen.

Patrick Hussy ist da jedoch anderer Meinung. Er hält einen Anstieg des Goldpreises auf 1400 Dollar bis Ende 2015 für möglich. Hussy ist Gesch.ftsführer der Beratungsfirma Sentix und befasst sich mit der Börsenstimmung und dem Anlegerverhalten. Nach seiner Einschätzung werden nach einer kurzen Beruhigung an den Aktienbörsen schon in wenigen Wochen neue Tiefststände getestet. Dies aber dürfte dann nicht nur vermehrt Zweifel am Sinn geldpolitischer Maßnahmen, sondern auch an der Stabilität des Finanzmarktsystems wecken.

Steht Gold also vor neuem Glanz? Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre es sinnvoll, jetzt einzusteigen. Neben physischem Gold oder Goldmünzen bieten sich auch die Aktien von Minenbetreibern an. Diese haben noch kräftiger als das Edelmetall verloren. Peter Huber von der Fondsboutique StarCapital sieht in dem Kurseinbruch Anzeichen einer "finalen Marktbereinigung", die letzten Goldbullen hätten "kapituliert", schreibt er in einem Kommentar. Der Fondsmanager will nun den Anteil an Goldminenwerten in seinen Fonds sukzessive erhöhen. Investmentlegende George Soros baut ebenfalls Positionen auf. Seine Firma Soros Fund Management erwarb vor Kurzem Aktien des kanadischen Unternehmens Barrick Gold.

ETF-Anleger können zum Beispiel den iShares Gold Producers ETF kaufen. Er bildet die Wertentwicklung des S & P Commodity Producers Gold ab. Dieser Index enthält die größten Unternehmen, die in der Exploration und der Förderung von Gold und verwandten Produkten weltweit tätig sind. Die Mindestmarktkapitalisierung liegt bei einer Milliarde Dollar. Unter den aktuell 39 im Index enthaltenen Unternehmen finden sich Goldcorp, Barrick Gold und Newmont Mining. Nach kräftigen Kursverlusten ist eine Reihe von Titeln relativ günstig bewertet.

Goldminen sind nichts für Börsenanfänger und nervenschwache Anleger. Wer aber nicht so schnell nervös wird und gern antizyklisch investiert, kann hier zugreifen.

jb/rf




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Bildquelle: Yuriko Nakao/Reuters

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