Fondsmanagerin

Céline Piquemal-Prade kam im September 2003 zu Comgest. Seit Juni 2004 managt sie den Comgest Monde, seit 2008 leitet sie das Team für globale Aktien. Zuvor arbeitete die Französin für JP Morgan, Morgan Stanley und McKinsey. Piquemal-Prade wurde 1977 in Paris geboren und studierte dort Finanzwesen an der HEC Business School.

Anlagestrategie

Wie alle Comgest-Fondsmanager investiert auch Céline Piquemal-Prade in sogenannte Quality-Growth-Aktien. "Wir mögen Unternehmen mit vorhersehbaren und überdurchschnittlich stark wachsenden Gewinnen", sagt die Französin. Die Annahme dahinter: Wächst der Gewinn eines Unternehmens dauerhaft sehr stark - steigt auch der Kurs. Neben dem Gewinnwachstum achtet Piquemal-Prade auf die Bewertung. Gemessen an einer konservativen Zehnjahresprognose sollte eine Aktie mindestens 20 Prozent unter ihrem fairen Wert notieren. Kurzfristige Aspekte der Unternehmen spielen bei Comgest keine Rolle. "Ich kenne kaum eine Fondsgesellschaft, die so wenig auf Quartalszahlen achtet, wie Comgest", sagt die Französin. Tatsächlich hält sie 57 Prozent ihrer Titel seit über drei Jahren im Portfolio, ein Drittel bereits seit über fünf Jahren. "Man muss den kurzfristigen Versuchungen der Finanzmärkte widerstehen", sagt sie. Etwa eine Aktie zu verkaufen, nur weil der Kurs falle. "Wenn wir die langfristigen Aussichten eines Unternehmens weiterhin positiv einschätzen, verkaufen wir die Aktien nicht", sagt Piquemal-Prade. Damit stehe man bisweilen allein da, betont sie, aber Comgest sei unabhängig und gehöre den Mitarbeitern. "Wir können daher langfristig und konsistent investieren, auch wenn dies kurzfristig zu einer Underperformance führt."

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Portfolio

Piquemal-Prade ist eine reine Stock-Pickerin. Zu welchem Land oder Sektor eine Aktie gehört, ist für sie nicht entscheidend. "Man würde ja auch nicht in Apple investieren, nur weil das Unternehmen aus Kalifornien stammt", sagt sie. Und tatsächlich: Im Comgest Monde hält sie derzeit nur 33 Einzelwerte - regional verteilt auf 31 Prozent USA, 27 Prozent Japan, 17 Prozent Emerging Markets und 16 Prozent Europa. Auch Konjunktur und Währungen spielen für die Comgest-Managerin keine Rolle. In Japan ist sie beispielsweise nicht wegen des schwachen Yen oder der expansiven Fiskalpolitik investiert, sondern weil einzelne japanische Unternehmen wie Fanuc, Keyence oder Makita unabhängig davon globale Marktführer geworden sind. In Deutschland mag sie etwa Bayer und Linde, in den USA Comcast und Microsoft sowie in den Schwellenländern China Mobile und Gail.

Rendite-Risiko-Profil

Der Comgest Monde stieg in Haussephasen bislang wie der breite Markt, büßte in Baissejahren wie 2002 und 2008 aber weniger ein. Auf diese Weise war er langfristig renditestärker als der MSCI AC World Index und zugleich weniger volatil. €uro fondsxpress bewertet den Comgest Monde für die vergangenen vier Jahre derzeit mit FondsNote 2, was für sein gutes Rendite-Risiko-Profil spricht. Seine durchschnittliche FondsNote, die seinen Rendite-Risiko-Charakter seit 14 Jahren erfasst, beträgt 2,17. Damit zählt der Comgest Monde dauerhaft zu den besten globalen Aktienfonds.

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Fazit

Der langfristige Quality-Growth-Ansatz von Comgest funktioniert auch beim Comgest Monde. Allerdings könnte der Fonds preiswerter sein.

rf

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