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Fonds im Rückblick: MainFirst rockt Deutschland

Fonds im Rückblick: MainFirst rockt Deutschland

WKN: 511000 ISIN: DE0005110001 All for One Steeb AG

61,20 EUR
0,03 EUR 0,05 %
23.11.2017 - 16:36
03.11.2017 18:00:00

Vor einem Jahr stellten wir in €uro fondsxpress den MainFirst Germany vor. Er lief in den vergangenen zwölf Monaten exzellent. Derzeit hat Manager Olgerd Eichler ein sehr gutes Händchen. Von Jörn Kränicke

Olgerd Eichler ist bei MainFirst fast bekannter für den European top Ideas Fund - doch die wahre Kursrakete ist der MainFirst Germany Fonds. Knapp 40 Prozent hat er in den vergangenen zwölf Monaten zugelegt. Angesichts des Fondsnamens könnte man denken, dass dies kaum möglich ist. Denn man vermutet eher einen Large-Cap-lastigen Fonds dahinter. Bis August 2013 war dies auch tatsächlich der Fall. Seitdem ist es jedoch ein Small und Mid Cap Fonds. Die ganz kleinen Titel machen derzeit knapp 50 Prozent des Fondsvolumens aus. Eichler und sein Mitmanager Alexander Dominicus können zwar auch in DAX-Titeln anlegen, tun es aber nur in geringen Dosen.



Derzeit sind nur knapp fünf Prozent in großen Werten angelegt. Denn die Strategie der MainFirst-Experten ist sehr opportunistisch ausgerichtet. Die Active-Share-Quote liegt daher auch bei knapp 93 Prozent. Und erstaunlicherweise lag die Volatilität des Fonds um etwa zwei Prozentpunkte unter der des HDAX. Damit dies so bleibt, würde das Duo in Krisenphasen von seiner offensiven Ausrichtung etwas abrücken und auf defensivere Large Caps umschwenken. Nur derzeit sehen die beiden dazu keinen Grund. "Der deutsche Aktienmarkt hat bewertungstechnisch noch massives Aufholpotenzial.


Die Gewinnentwicklung der deutschen Unternehmen ist anhaltend positiv, die Bewertungen weiterhin nur moderat", sagt Eichler. Er und sein Team sind beim MainFirst Germany Fund meist voll investiert. Maximal zehn Prozent beträgt die Cashquote. Der Fonds besteht aus nur rund 30 Einzelwerten. Die Top Ten machen schon 57,5 Prozent aus. Die Werte bleiben im Schnitt drei bis fünf Jahre im Fonds. Die größte Branche sind derzeit Industrietitel mit gut 25 Prozent. Darunter fällt etwa der Maschinenbauer Dürr, aber auch Sixt, die zweitgrößte Position (7,4 %). 23,6 Prozent entfallen derzeit auf Technologiewerte wie All For One Steeb (8,1 %), Cenit (6,1 %), Atoss Software (5,0 %) oder Mensch und Maschine (4,7 %).

Der Fonds läuft fulminant. Er ist aber eher ein Schönwetterprodukt. Bei schwierigen Märkten dürfte er ordentlich Federn lassen.



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Bildquelle: Peshkov/Fotolia, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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