Fonds, die auf kollektive Intelligenz setzen, gibt es bereits einige. Die Hamburger Intelligent Recommendations haben ihr Konzept bereits fünf Jahre erprobt, bevor sie es als Fonds auf den Markt gebracht haben. Im ersten Jahr haben sie rund drei Millionen Euro eingesammelt. Wie funktioniert das Intelligent-Recommendations- System (ir-system) konkret? "Jeder Nutzer unserer Plattform gibt seine Meinung zur Entwicklung von Aktien, Rohstoffen, Währungen oder Renten ab. Dann werden all diese Informationen gefiltert und ausgewertet. So entstehen dann kollektive Empfehlungen, die den Anlageentscheidungen zugrunde liegen", sagt Corvin Schmoller, Kopf hinter dem System.

Das breitere Wissen des Kollektivs liegt seiner bisherigen Erfahrung nach mit einer höheren Wahrscheinlichkeit richtig. Nur wenn es nun wie beim Fonds, um das eigene Geld geht, scheinen Theorie und Praxis etwas auseinanderzuliegen - die Entscheider agieren mit echtem Geld deutlich vorsichtiger. Der Intelligent Recommendations läuft daher zwar etwas ruhiger als der DAX. Allerdings hinkt er dem DAX und auch dem MSCI World in der Entwicklung hinterher. "Wegen der hauptsächlich in Deutschland abgegebenen Meinungen ist der Fonds zu etwa 40 bis 50 Prozent auf Deutschland ausgerichtet, daher kann der DAX als ein guter Vergleichsmaßstab angesehen werden", sagt Schmoller jedoch.

Besonders erfolgreiche aktuelle Titel aus der Aktienauswahl des Fonds waren: Morphosys, Drillisch, Bank of China, United Internet, Eon, Dürr, Panasonic, Wirecard und Toyota. "Die Interessenimpulse unseres Systems bewirken weiterhin den frühzeitigen Einstieg in Titel. Und wenn die Favoritensignale nachlassen, steigen wir aus Titeln aus, bevor deren Kurswert fällt", sagt Schmoller.

Das System funktioniert zwar, doch müssen die Ergebnisse noch besser werden.

jk

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