Die altehrwürdige US-Fondsgesellschaft MSF nennt ihren Multi-Asset-Fonds "Diversified Income". Aber wie man das Kind nennt, ist im Grunde egal. Im laufenden Jahr werden viele der flexiblen Fonds etwas entzaubert. Denn trotz ihrer Flexibilität sind die Ergebnisse eher mau. Das schwierige Umfeld zu meistern, ist doch nicht so ganz einfach. Das trifft auch auf den MFS Diversified Income Fund zu. Der ausschüttungsorientierte Misch- beziehungsweise Multi-Asset-Fonds erzielte ein leichtes Minus von knapp zwei Prozent.

Gemanagt wird der Fonds vom Chef selbst. James Swanson, Chief Investment Strategist bei MFS, hat das Ruder in der Hand. Der Fonds basiert auf einer Strategie, die Swanson seit 2006 erfolgreich in den USA umsetzt. Der Manager investiert in fünf Anlageklassen mit hohen regelmäßigen Ausschüttungen. Das sind: US-Staatsanleihen, High-Yield-Bonds, Emerging-Markets-Anleihen, dividendenstarke Aktien und Immobilienaktien (REITs). Auf diesen Anlagemix setzt der erfahrene Anleger, da sie untereinander gering korreliert sind. Bei Aktien investiert Swanson in Einzeltitel.

Aktuell hat er rund 850 Papiere aus den fünf Anlageklassen im Portfolio - und derzeit mit gut 60 Prozent eine hohe Rentenquote. Aktien machen etwa 35 Prozent aus. Innerhalb seiner Aktienquote setzt er mit gut 14 Prozent auf Immobilienaktien. Bei den Renten sind High-Yield-Corporates mit 28 Prozent und Schwellenländeranleihen mit 13 Prozent gewichtet. Bevor Swanson wieder offensiver investiert, will er erst abwarten, ob sich auf internationaler Ebene eine gewisse Stabilisierung einstellt. Gute Chancen dafür sieht er 2016, wenn sich die niedrigen Energiepreise möglicherweise in stärkerem US-Konsum auswirken.

Die MFS-Strategie weist zwar eine gute Historie auf. Aber viele ähnliche Fonds schwächeln momentan.

jk