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STEUERN

Der Fiskus verdient (fast) immer mit

25.01.2016 07:24:30

Wird eine Lebensversicherung fällig oder vorher verkauft, kassieren Finanzamt und Krankenkasse mit. Wie viel wegfällt, hängt auch davon ab, wann die Police abgeschlossen wurde. Von M. Schreiber

Jahrzehntelang war die Kapitallebensversicherung der Vorsorgeklassiker für deutsche Sparer. Fast 90 Millionen Verträge werden gegenwärtig regelmäßig bespart oder sind beitragsfrei gestellt. Doch die anhaltend niedrigen Zinsen machen den Lebensversicherern schwer zu schaffen. Sie haben in der Vergangenheit Kunden mit langfristigen Garantiezinsen angelockt und können diese mit sicheren Geldanlagen am Kapitalmarkt kaum mehr verdienen.

Viele Kunden überlegen angesichts dieser Misere, ihre Police zu Geld zu machen. Doch das sollte man nicht voreilig tun. Gerade ältere Verträge sollte man unbedingt weiter besparen oder bis zur Fälligkeit liegen lassen. Sie bringen je nach Abschlusszeitpunkt Garantiezinsen bis zu vier Prozent - aktuell eine Spitzenrendite für eine sichere Geldanlage.

Gänzlich steuer- und abgabenfrei bleiben nur Policen, die bis zum 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden und in einer Summe ausgezahlt werden. Weitere Voraussetzung: Bis zur Auszahlung oder Kündigung hat die Police eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren und es wurden mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt.

Wird eine solche Altpolice (Vertragsabschluss vor 2005) in Form einer Rente ausgezahlt, muss der sogenannte Ertragsanteil über die Einkommensteuererklärung versteuert werden. Die Höhe dieses Ertragsanteils richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn. Beispiel: Bei Beginn der Rente mit dem 60. Lebensjahr gelten 22 Prozent der Auszahlung als steuerpflichtiger Ertragsanteil. Wie hoch dann darauf Einkommensteuer anfällt, hängt von den sonstigen Einkommens- und Lebensverhältnissen ab. Tipp: Verschweigen sollte man solche Rentenzahlungen in der Steuererklärung lieber nicht. Die Versicherer melden alle Rentenauszahlungen an den Fiskus.

Auf Seite 2: Geduldsprobe bei Neupolicen



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