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DIRK ELSNER

Blockchain - die Zukunft des Global Bankings?

WKN: ISIN: US80282K2050 Santander Holdings USA Inc Deposit Shs Repr 1-1000th Non-Cum Perp Pfd Shs Series -C-
26,23 USD
-0,02 USD -0,08 %
25.07.2016 - 20:05
02.07.2015 20:00:00

Im Mai habe ich in der Kolumne "Wall Street macht in Bitcoin-Technologie" geschrieben, dass die hinter Bitcoin stehende Blockchain-Technologie die Finanzbranche elektrisiert. Diese offene Technologie ist bekannt geworden durch die Kryptowährung Bitcoin, was manche offenbar davon abhält, sich weiter damit zu beschäftigen. Ein großer Fehler.

von Dirk Elsner

Im Mai habe ich in der Kolumne "Wall Street macht in Bitcoin-Technologie" geschrieben, dass die hinter Bitcoin stehende Blockchain-Technologie die Finanzbranche elektrisiert. Diese offene Technologie ist bekannt geworden durch die Kryptowährung Bitcoin, was manche offenbar davon abhält, sich weiter damit zu beschäftigen. Ein großer Fehler. Die Technologie hilft nämlich in modifizierter Form über kryptografische Verfahren, digitale Dokumente und Transaktionen zu verifizieren und eindeutig einer bestimmten Person oder Institution zuzuordnen. Und dafür gibt es ein breites Anwendungsspektrum, vor allem in der traditionellen Finanzwelt.

Die Blockchain-Technologie (manche schreiben Block-Chain) gilt als Architektur für die Übertragung digitaler Güter, denen eindeutige Eigentumsrechte zugeordnet werden müssen. Hinter der Technologie stecken bisher als sicher geltende kryptografische Verfahren, die mit öffentlichen und privaten Schlüsseln arbeiten. Wird ein digitales Gut an die Adresse eines anderen Nutzers übertragen, signiert der Absender die Nachricht mit seinem privaten Schlüssel. Die Nachricht wird in ein peer-to-peer-Netzwerk gesendet. Hier wird die Transaktion validiert und der Betrag bestätigt (bei Bitcoin ist das der sogenannte Mining-Prozess).

Die Verifikation einer Transaktion findet dabei dezentral und durch verteilte Instanzen über andere Internetnutzer (die sogenannten Miner) statt. Sie lösen dazu mathematische Aufgaben. Ist eine Transaktion erfolgreich bestätigt, wird sie zum Abschluss in einem Block zusammengefasst und in der Blockchain hinterlegt. Jeder Block enthält Datum, Uhrzeit, eine Zufallszahl, Referenzen auf die enthaltenen Transaktionen und den Hash des vorhergehenden Blocks. Technisch ist die Blockchain eine riesige Textdatei, die eine Kette von aufeinander aufbauenden Blöcken enthält, mit denen alle Transaktionen eines speziellen digitalen Guts nachvollzogen werden können. Manche vergleichen diese Log-Datei mit dem Hauptbuch in der Finanzbuchhaltung.

Verschiedene Sicherheitsmechanismen sorgen dafür, dass ein digitales Gut nicht zwei Mal übertragen werden kann. Zentraler Baustein dieser Technologie, so erklären Christoph Sorge und Artus Krohn in einem Arbeitspapier der Uni Paderborn, "sind (kryptographische) Hashfunktionen. Wesentliche Eigenschaft solcher Funktionen ist, dass es nicht effizient möglich sein darf, aus deren Ausgabe (dem Hashwert) auf einen dazu passenden Eingabewert zurückzuschließen. Ebenso wenig soll es möglich sein, zwei beliebige Eingabewerte zu finden, die auf den gleichen Hashwert abgebildet werden."

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