KLAUS BUHL

Mr. Market bleibt im Vorteil

Mr. Market bleibt im Vorteil
26.08.2017 04:10:00

In den vergangenen Tagen hat sich die charttechnische Situation an den globalen Börsenplätzen wieder etwas entspannt - jedenfalls von außen betrachtet. Unterhalb der Oberfläche der Indizes brodelt es aber nach wie vor gewaltig und die Marktbreite verschlechtert sich. Auch die wichtigen und konjunktursensitiven Transportaktien deuten darauf, dass die bisher harmlose Konsolidierung noch nicht vorbei ist.



Liebe Anlegerinnen und Anleger,

durch die Brille der überwältigenden Mehrheit der Anleger, die die bekannten Indizes nur von außen betrachten und nicht unter deren Oberfläche sehen, sieht die charttechnische Ausgangslage gar nicht so schlecht aus.



Obwohl wir uns inmitten der aus saisonalen Gründen bei uns Anlegern schwierigen Sommermonate befinden, will die weltweit als Leitbörse anerkannte US- Börse kaum unter Verkaufsdruck geraten. Unser DAX hat es diesbezüglich natürlich wieder einmal viel gründlicher gemacht - natürlich mit Hilfe des schwachen Autosektors.


Der größte Helfer des Bullenlagers ist derzeit der große Pessimismus und die diesbezüglich schrillen Medien - obwohl die Kursverluste bisher nur moderat sind.

Übergeordnet betrachtet ist das Aktienklima nicht schlecht. Die Rohstoff- und Energiepreise sind günstig und wirken als Konjunkturprogramm für Produzenten und Konsumenten. Auch die Zinsen scheinen im Keller zu bleiben - wenigstens gibt es seitens der Inflation kaum Gründe für die Notenbanken, genau jetzt die Konjunktur abzuwürgen. Auch die steigenden Firmengewinne und die auf beiden Seiten des Atlantiks positiv verlaufende Berichtssaison geben keinen Anlass zur Sorge für uns Aktionäre. Trotzdem wird an allen Orten nach dem berühmten "Haar in der Suppe gesucht" - ist die vorsichtige Haltung dennoch berechtigt?

In der Tat ziehen die großen und grundsätzlich gut informierten Investoren seit einiger Zeit Kapital ab und verhalten sich defensiv. Da es dafür - von den einschlägig bekannten und seit Jahren andauernden geopolitischen Risiken einmal abgesehen - wenig plausible Gründe gibt, gehe ich bisher von einer völlig normalen und gesunden Konsolidierung aus. Auf diese Weise atmen die Kurse aus, Übertreibungen werden abgebaut und dadurch neue Käufer angelockt.

Die wichtigste Frage, die heute die Investoren bewegt, lautet meiner Meinung nach: was kann zukünftig noch besser werden, um die Firmengewinne weiter nach oben zu treiben?

Auf Seite 2: Transportaktien rutschen in die Umgebung der Trendgeraden



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Bildquelle: Finanzen Verlag, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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