Dialog Semiconductor: Erstmals eine Milliarde Dollar Umsatz

Die ruhige Zeit zwischen den Jahren war für Jalal Bagherli, Chef des Chipentwicklers Dialog Semiconductor, wie immer zu kurz. Das mit Abstand wichtigste Produkt der Schwaben, Energiemanagement- Chips für mobile Geräte, ist bei führenden Herstellern wie Apple und Samsung begehrt. Auf der derzeit laufenden größten Konsumelektronikmesse CES in Las Vegas zeigt Dialog einen weiteren Hoffnungsträger. Mit dem US-Chipentwickler iWatt, den Dialog 2013 übernommen hatte, wurde ein Chipsystem für das schnelle Laden mobiler Geräte, sogenanntes Fast Charging, entwickelt. Der Markt dafür wird auf deutlich über 500 Millionen Dollar geschätzt. Mindestens ein Fünftel davon dürfte langfristig an Dialog gehen. 2014 haben die Schwaben voraussichtlich erstmals mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz geschafft. Das Kerngeschäft des erfolgreichen Apple-Zulieferers brummt. Wir erhöhen Ziel- und Stoppkurs.

KDS





Actelion: Positive Nachrichten am laufenden Band



Geht es darum, die Erwartungen der Analysten regelmäßig zu übertreffen, ist Actelion im Schweizer Leitindex SMI unschlagbar. Europas größter Biotechkonzern schloss seit dem vierten Quartal 2013 jede Periode mit einem Ergebnis über den Prognosen ab. Garniert wurde diese Erfolgsserie mit drei Zielanhebungen. Und die Zeichen für anhaltend dynamisches Wachstum stehen gut: Der Konzern stellte im Dezember nicht nur einen Zulassungsantrag für das Medikament Selexipag zur Behandlung von Patienten mit Lungengefäßhochdruck bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA. Auch an das amerikanische Pendant FDA wurde ein Exemplar geschickt. "Die erfolgreiche Einreichung der Zulassungsunterlagen für Selexipag bei der FDA ist ein weiterer Meilenstein für uns", sagt Konzernchef Jean-Paul Clozel. Wir gehen davon aus, dass Actelion auch 2015 seine Überfliegerqualitäten ausspielen kann.

CI





Technotrans: Neuausrichtung zahlt sich aus

In den vergangenen Jahren hat sich Technotrans Wachstumsmärkte erschlossen und sich von einem reinen Zulieferer der Druckmaschinenindustrie in einen breit aufgestellten Technologiekonzern gewandelt. Diese strategische Neuausrichtung hat sich gelohnt. Im dritten Quartal 2014 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 82,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um 56,2 Prozent auf 4,7 Millionen Euro. Die positive Geschäftsentwicklung dürfte sich 2015 fortsetzen, da die Firma in aussichtsreichen Branchen aktiv ist. Zum Kundenstamm zählen unter anderem Hersteller von Lasern, Werkzeugmaschinen, Halbleitern und Medizintechnik. Interessant sind zudem die geplanten Akquisitionen sowie die Tatsache, dass Finanzvorstand Dirk Engel im Dezember 3000 Aktien zum Kurs von 9,14 Euro gekauft hat. Wir erhöhen Ziel- und Stoppkurs.

MM





RIB Software: Wette auf mehr IT auf dem Bau



In keiner Industrie ist der Einsatz von IT-Lösungen so spärlich wie in der Baubranche. RIB Software ist angetreten, diesen Markt zu erschließen, der Milliarden von Euro-Erlösen schwer sein könnte. Die verschiedenen Lösungen, die auch über Cloud-Angebote erhältlich sind, ermöglichen Planung, Bauausführung, Überwachung und Anbindung der Zulieferer an Projekte. Damit richtet sich die Firma nicht nur an Bauunternehmen, sondern auch an Zulieferer, Bauherren und Investoren. An jedem Ende entsteht Potenzial für Lizenz- und Dienstleistungserträge. Die Aktie, die schon einmal ausgestoppt wurde, ist gemessen an den operativen Ergebnissen nicht preiswert und eignet sich eher für chancenorientierte Anleger. Die setzen darauf, dass RIB den Wachstumskurs fortsetzt. Die Firma hat mit erwarteten Erlösen von rund 70 Millionen Euro bisher nur die Oberfläche ihres Potenzials angekratzt.

LA





Facebook: Zuckerberg treibt Expansion voran



Das soziale Netzwerk Facebook expandiert weiter. Die Kalifornier übernehmen das auf Spracherkennungssoftware spezialisierte Start-up wit.ai für eine nicht genannte Summe. Das im kalifornischen Palo Alto angesiedelte Unternehmen hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem sich Smartphones und Tablets, aber auch internetfähige Haushaltsgeräte per Sprache steuern lassen. Mit der Übernahme zielt Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf Konkurrenten wie Google, Apple und Microsoft ab, die bereits über Spracherkennungssysteme verfügen. Besonders interessant dürfte für Zuckerberg sein, seinen Nutzern in Zukunft die Möglichkeit anzubieten, per Sprache mit dem sozialen Netzwerk zu interagieren. Zuckerberg hatte bereits Ende 2014 angekündigt, weiter investieren zu wollen. Kurzfristig leiden darunter die Gewinnperspektiven. Auf lange Sicht dürften sich die Investitionen aber auszahlen.

FW





Bonus auf Bayer: Alternative für Vorsichtige



Im dritten Quartal 2014 steigerte Bayer den Umsatz um 5,6 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Der Überschuss kletterte um 12,7 Prozent auf 826 Millionen Euro. Angetrieben wird das Wachstum vor allem durch die Healthcare-Sparte. In diesem Geschäftsbereich wurden in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 46 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet und 61 Prozent des operativen Gewinns erzielt. Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass der operative Gewinn dieser Sparte in den kommenden fünf Jahren im Durchschnitt um zehn Prozent per annum steigen wird. Ein Plus ist die solide Produktpipeline: 2015 sollen für vier Medikamente, die der Konzern entwickelt, die Ergebnisse der zweiten Phase der klinischen Erprobung veröffentlicht werden. Eine defensive Alternative zum Direktinvestment in den DAX-Titel ist ein Capped-Bonuszertifikat von Vontobel. Damit ist bis Jahresende eine Rendite von 18,9 Prozent drin.

MM