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Goldpreis: Die Profis sind wieder in Kauflaune

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29.12.2017 03:40:00

An den Terminmärkten sind die spekulativen Marktakteure nach einem zweiwöchigen massiven Ausverkauf wieder deutlich optimistischer geworden. Von Jörg Bernhard



Einmal pro Woche informiert die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission über den sogenannten Commitments of Traders-Report die Akteure an Goldmärkten über die aktuellen Trends und Stimmungen bei Gold-Futures. Dieser Stimmungsbericht zeigt unter anderem auf, wie sich innerhalb einer Woche das allgemeine Interesse an Gold-Futures entwickelt hat. Ablesbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei sich ein Gold-Future auf den Gegenwert von 100 Feinunzen Gold bezieht. Interessant wird das Update aber vor allem durch die angezeigten Positions- bzw. Stimmungsveränderungen der unterschiedlichen Gruppen von Marktakteuren. Diese zeigen nämlich Woche für Woche auf, wie sich die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) verändert haben. Daraus lässt sich dann ableiten, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



Der am vergangenen Freitag veröffentlichte Stimmungsbericht wies bei Gold-Futures für die Woche zum 19. Dezember sowohl unter den Großspekulanten als auch unter Kleinspekulanten einen markant gestiegenen Optimismus aus. Das allgemeine Interesse an Gold-Futures wechselte nach fünfwöchiger Talfahrt in den Erholungsmodus. Auf Wochensicht kletterte die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) von 446.600 auf 453.600 Futures (+1,6 Prozent). Mit der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten ging es deutlich stärker bergauf. Hier war ein Anstieg von 119.500 auf 128.200 Futures (+7,3 Prozent) registriert worden. Große Terminspekulanten haben ihr Short-Exposure überdurchschnittlich stark zurückgefahren, wodurch sich deren Netto-Long-Position von 107.100 auf 113.800 Kontrakte (+6,3 Prozent) erhöht hat, während bei kleinen Terminspekulanten ein Zuwachs von 12.400 auf 14.400 Futures (+16,1 Prozent) registriert worden war.


Auf Seite 2: Verkaufssignal gut überstanden

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Bildquelle: Shannon Stapleton/Reuters

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