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27.10.2015 06:25:00

Große und kleine Spekulanten glauben derzeit an die Zukunft von Gold. Dies legt zumindest der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission nahe. Von Jörg Bernhard

An den Terminmärkten befinden sich die spekulativen Marktakteure seit Wochen im Kaufmodus. Einmal pro Woche informiert der Stimmungsbericht (CoT-Report) über die long bzw. short positionierten Gold-Futures kommerzieller Branchenangehöriger (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables). In den vergangenen fünf Wochen hat sich nicht nur das allgemeine Interesse an Gold-Futures, also die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), von 413.333 auf 467.792 Kontrakte (13,2 Prozent) kräftig erhöht, auch die Stimmung der Goldspekulanten hat sich extrem aufgehellt und weist mittlerweile den stärksten Optimismus seit über acht Monaten aus.



Während dieses Zeitraums hat sich zum Beispiel die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten von 32.979 auf 163.300 Futures fast verfünffacht. Die heftigsten Positionsveränderungen waren dabei unter den Großspekulanten auszumachen. Sie haben nämlich ihr Long-Exposure massiv nach oben gefahren und zugleich die Short-Seite kräftig reduziert. Per Saldo führte dies seit Mitte September zu einer regelrechten Explosion der Netto-Long-Position von 39.547 auf 151.301 Kontrakte (+283 Prozent). Noch optimistischer war diese Gruppe von Marktakteuren letztmals am 10. Februar dieses Jahres.


Besonders auffällig war aber auch der bei den Kleinspekulanten zu beobachtende Stimmungstrend. Innerhalb von fünf Wochen mutierte nämlich hier eine pessimistische Netto-Short-Position in eine optimistische Netto-Long-Position. Aus minus 6.568 Futures wurden bis zum 20. Oktober plus 11.999 Kontrakte. Nach elf Wochen, in denen die Pessimisten mitunter deutlich in der Mehrzahl waren, scheinen nun auch die Spekulanten mit der weniger gewichtigen Marktmacht wieder an das gelbe Edelmetall zu glauben. Problem dabei: In der Vergangenheit war ihr Timing nicht immer das Beste. Akute Sorgen muss man sich aber noch nicht machen, schließlich gab es Zeiten, wo der Optimismus der Kleinspekulanten um ein Vielfaches stärker ausgeprägt war als heute.

Auf Seite 2: Charttechnisches Verkaufssignal generiert

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