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Goldpreis-Report: Profis erwarten starkes Comeback von Gold

Goldpreis-Report: Profis erwarten starkes Comeback von Gold
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05.02.2016 07:27:00

Der Optimismus großer und kleiner Terminspekulanten ist im Januar wieder zurückgekehrt. Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission lieferte hierfür den besten Beweis. Von Jörg Bernhard

Einmal pro Woche zeigt dieser Bericht auf, wie sich die Stimmung unter kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) entwickelt hat. Seit Ende Dezember hat sich zwar das durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) ausgewiesene allgemeine Interesse an Gold-Futures von 401.880 auf 385.350 Kontrakte (-4,1 Prozent) reduziert, der Optimismus der spekulativen Marktakteure hat während dieses Zeitraums jedoch kräftig zugenommen.



So hat sich zum Beispiel die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Terminspekulanten im Januar von 15.335 auf 59.833 Kontrakte fast vervierfacht und markiert damit den stärksten Optimismus seit zweieinhalb Monaten. Und nach oben ist noch ziemlich viel Luft, schließlich wurde noch vor zwölf Monaten ein Wert von über 206.000 Futures und im Dezember 2009 sogar über 309.000 Kontrakte gemeldet. Sollte sich der "Run" großer und kleiner Terminspekulanten fortsetzen, dürfte sich dies aller Voraussicht nach in einem steigenden Goldpreis niederschlagen.


Große Terminspekulanten sind seit Ende Dezember besonders optimistisch geworden. Sie haben nämlich auf der einen Seite ihr Long-Exposure kräftig ausgebaut und auf der anderen Seite ihre Short-Positionen massiv zurückgefahren. Dies hatte zur Folge, dass sich die Netto-Long-Position der Großspekulanten innerhalb von vier Wochen von 19.102 auf 59.040 Futures mehr als verdreifacht hat. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr wurden im Januar mit fast 189.000 Kontrakten der stärkste und Anfang Dezember mit weniger als 10.000 Futures der geringste Optimismus ausgewiesen.

Hier ein weiterer Beleg für die wachsende Zuversicht der spekulativen Marktkräfte: Bei den Kleinspekulanten endete in der Woche zum 26. Januar deren zehnwöchige pessimistische Phase. Seit Mitte November war diese Gruppe von Marktakteuren mehrheitlich netto short, also pessimistisch gestimmt. Mittlerweile hat sich die zum Jahresultimo gemeldete Netto-Short-Position (pessimistische Markterwartung) in Höhe von minus 3.767 Kontrakten aber in eine leichte Netto-Long-Position von plus 793 Futures umgewandelt.

Auf Seite 2: Charttechnische Hochspannung bei Gold

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Bildquelle: Shannon Stapleton/Reuters

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