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Goldpreis: Verkaufsdruck unter den Profis lässt nach

Goldpreis: Verkaufsdruck unter den Profis lässt nach
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18.10.2017 04:10:00

Seit vier Wochen sind laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC große Terminspekulanten bei Gold-Futures skeptischer geworden. Doch mittlerweile lässt die Abwärtsdynamik spürbar nach. Von Jörg Bernhard



Im wöchentlichen Rhythmus werden die Akteure an den Goldmärkten über die aktuelle Stimmung an den Terminmärkten auf dem Laufenden gehalten. In der Regel freitagsabends zeigt die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) im sogenannte Commitments of Traders-Report auf, wie sich zum Beispiel im Vergleich zur Vorwoche das allgemeine Interesse an Gold-Futures verändert hat. Angezeigt wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei ein Future - zumindest papiermäßig - den Gegenwert von 100 Feinunzen Gold bewegt. Besonders interessant: Aus dem Update kann man konkrete Stimmungen und Trends erkennen und bewerten. So zeigt der Bericht zum Beispiel an, wie sich innerhalb einer Woche die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) gegenüber der Vorwoche verändert haben. Dies liefert dann eindeutige Hinweise, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



In den vergangenen vier Wochen hat sich das allgemeine Interesse an Gold-Futures markant reduziert. Innerhalb dieses Zeitraums sank die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) von 580.600 auf 520.000 Futures (-10,4 Prozent). Erheblich kräftigere Einbußen waren bei der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten zu beobachten. Diese haben sich auf Monatssicht von 272.100 auf 223.000 Futures (-18,0 Prozent) reduziert. Doch unter den spekulativen Marktakteuren herrschte keine einheitliche Stimmung. Während Großspekulanten innerhalb von vier Wochen ihre Netto-Long-Position von 254.800 auf 200.100 Kontrakte (-21,5 Prozent) zurückgefahren haben, war bei den Kleinspekulanten im selben Zeitraum ein Anstieg von 17.300 auf 22.900 Futures (+32,4 Prozent) registriert worden.


Auf Seite 2: Eindrucksvoller Rebound vollzogen

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Bildquelle: Shannon Stapleton/Reuters

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