Der russische Vize-Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch dämpfte Erwartungen an eine Zusammenarbeit zwischen Russland und den Opec-Staaten bei einer Verringerung des weltweiten Überangebots. "Unser Ölsektor steht nicht unter der direkten Kontrolle des Staates", betonte Dworkowitsch auf einer Pressekonferenz in Moskau. "Unser Markt wird von den Entscheidungen einzelner Firmen bestimmt und das wird auch so bleiben." Bei anhaltend niedrigen Preisen würden Unternehmen die Produktion wohl von sich aus drosseln. "Aber das wird kein willentlicher Akt des Staates sein", fügte er hinzu.

Wegen des weltweiten Überangebots ist der Ölpreis seit Mitte 2014 um rund 70 Prozent gefallen. In den vergangenen Tagen hatten Hoffnungen auf eine Einigung der Opec-Staaten mit Nicht-Opec-Förderländern auf eine Reduzierung der Fördermengen die Kurse mehr als 20 Prozent in die Höhe getrieben.

Reuters