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Öl-Anleger wetten auf Förderkürzungen - Preise steigen

Öl-Anleger wetten auf Förderkürzungen - Preise steigen
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16.02.2016 08:03:00

Am Ölmarkt setzen immer mehr Anleger auf baldige Förderkürzungen der großen Öl-Förderer. Die Nordsee-Sorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich am Dienstag um jeweils 4,6 Prozent auf 34,92 Dollar und 30,65 Dollar je Fass. Seit Donnerstag schossen die Preise um mehr als 15 Prozent in die Höhe.

Insidern zufolge wird der russische Energieminister Alexander Nowak im Tagesverlauf mit dem Ölminister Saudi-Arabiens zusammenkommen. An dem Treffen in Doha nähmen auch die Minister Venezuelas und Katars teil. Die Gesprächsrunde ist ein Ausdruck der Bemühungen des Ölförderkartells Opec, möglicherweise zusammen mit Nicht-Opec-Mitgliedern, dem Preisverfall beim Erdöl entgegenzuwirken.

Analysten bezweifelten jedoch, dass es tatsächlich zu einem abgestimmten Vorgehen der Produzenten kommen wird. "Wir gehen davon aus, dass es sich nur um ein weiteres Treffen handelt, bei dem nichts herauskommt", sagte Daniel Ang von Phillip Futures in Singapur.

Im Kampf um Marktanteile haben die größten Ölstaaten bisher bewusst auf Produktionskürzungen verzichtet und stattdessen den Markt geflutet. Damit wollen sie die Konkurrenten aus den USA aus dem Markt drängen, wo dank der umstrittenen Fracking-Technik die Förderung boomt. Die Ölpreise sind seit Mitte 2014 und rund 70 Prozent eingebrochen.

Reuters

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Bildquelle: Atef Hassan/Reuters

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Ölpreis (Brent) 49,39 -0,33
-0,66
Ölpreis (WTI) 47,09 -0,41
-0,86

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