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Silberpreis: Profis greifen bei Futures wieder kräftig zu

Silberpreis: Profis greifen bei Futures wieder kräftig zu
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24.10.2017 11:28:00

Laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission haben große Terminspekulanten bei Silber-Futures kräftig zugegriffen. Von Jörg Bernhard



Woche für Woche informiert die CFTC über die aktuellen Handelstendenzen an der Terminbörse Commodity Exchange (Comex) hinsichtlich Silber-Futures. Dabei teilt die staatliche Behörde unter anderem mit, wie sich das allgemeine Interesse an Silber-Futures auf Wochensicht entwickelt hat. Messbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei sich ein Silber-Future papiermäßig auf den Gegenwert von 5.000 Feinunzen Silber bezieht. Deutlich stärker interessieren sich Anleger beim Commitments of Traders-Report aber für die Transaktionen der unterschiedlichen Gruppen von Marktakteuren. In diesem Zusammenhang wird vor allem die aktuelle Stimmung kommerzieller Branchenangehöriger (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) intensiv beobachtet. Über das Saldieren der jeweiligen Long- bzw. Short-Positionen erfahren die Marktakteure regelmäßig, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



Mit dem allgemeinem Interesse an Silber-Futures, welches sich an der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) ablesen lässt, ging es in der Woche zum 17. Oktober spürbar nach oben. Gegenüber der Vorwoche war hier ein Anstieg von 188.300 auf 191.900 Futures (+1,9 Prozent) registriert worden. Mit der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten ging es ebenfalls bergauf. Diese hat sich nämlich von 70.600 auf 74.900 Futures (+6,1 Prozent) erhöht, was in erster Linie auf den deutlich gestiegenen Optimismus großer Terminspekulanten zurückzuführen war.


Sie haben nämlich ihre Long-Seite um mehr als 2.600 Kontrakte und zugleich ihr Short-Exposure um fast 2.200 Futures reduziert. Bei der Netto-Long-Position schlug sich dies in einem markanten Zuwachs von 59.100 auf 63.900 Kontrakte (+8,1 Prozent) nieder, während bei kleinen Terminspekulanten im Berichtszeitraum eine Reduktion von 11.500 auf 11.000 Futures (-4,3 Prozent) zu beobachten war. Diese Uneinigkeit unter den spekulativen Marktkräften war 2017 offensichtlich, schließlich haben große Terminspekulanten ihre Netto-Long-Position seit Ende Dezember um 8,5 Prozent erhöht, während unter den Kleinspekulanten ein regelrechter Einbruch um über 27 Prozent zu Buche schlug. Angesichts einer seither erzielten Silberperformance von über acht Prozent lagen somit große Terminspekulanten mit ihrer Einschätzung "goldrichtig".

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Bildquelle: Murad Sezer/Reuters

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