Die Aktie des Chemieunternehmens BASF hat in den vergangenen zwölf Monaten unter den globalen Konjunktursorgen und dem schwachen Ölpreis erheblich stärker gelitten als der DAX. Während dieses Zeitraums rutschten nämlich der Chemietitel um 24 Prozent und der deutsche Leitindex um "lediglich" 14 Prozent ab. Für Konjunkturpessimisten bietet sich ein Investment in BASF aufgrund des zyklischen Charakters zwar nicht an, zuletzt gab es aber sowohl von der "Konjunkturfront" als auch von der "Rohstofffront" tendenziell eher ermutigende Signale.

Die niedrigen Öl- und Gaspreise machen derzeit vor allem der BASF-Tochter Wintershall zu schaffen. Ihr Gewinn sank im vergangenen Jahr von 1,46 Milliarden auf 1,05 Milliarden Euro. Mit einem Sparprogramm will das Unternehmen nun gegensteuern. In diesem Jahr sollen rund 200 Millionen Euro eingespart werden, wobei man unter anderem die Zahl der Bohrungen nach neuen Feldern reduzieren wolle. Außerdem wurde für den Hauptsitz in Kassel ein Einstellungsstopp beschlossen. Minuszeichen haben aber auch die Jahreszahlen des Konzerns dominiert.

So verbuchte das Ludwigshafener Unternehmen im vergangenen Jahr konzernweit einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 70,4 Milliarden Euro, ein Minus beim EBIT vor Sondereinflüssen um acht Prozent auf 6,7 Milliarden Euro, einen Einbruch des EBIT um 18 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro sowie ein noch heftigeres Minus von 23 Prozent beim Ergebnis pro Aktie auf 4,34 Euro. Insgesamt sieht dieses Zahlenwerk nicht gerade ermutigend aus. Hoffnung macht allerdings die angekündigte Anhebung der Dividende von 2,80 auf 2,90 Euro. Dies deutet nämlich darauf hin, dass die Perspektiven des Chemiekonzerns gar nicht so schlecht sein können. Die Chance auf eine erfolgreiche Seitwärtsbewegung ist somit relativ groß. Das nachfolgend vorgestellte Bonusinvestment inklusive Risikopuffer, Bonuschance und Discount stellt somit für defensive Investoren eine interessante Einstiegsgelegenheit dar.

Aus charttechnischer Sicht lieferte die BASF-Aktie Mitte April mit dem Überwinden der 200-Tage-Linie ein klares Kaufsignal. Dieser Aspekt sollte angesichts der fallenden Tendenz der langfristigen Durchschnittslinie aber nicht überbewertet werden. Im Sommer vergangenen Jahres entpuppte sich ein solches Kaufsignal nämlich als "Bullenfalle". Mit Unterstützungszonen ist die BASF-Aktie "reichlich gesegnet". Unter kurzfristigen Aspekten dürfte dabei vor allem der unterhalb von 70 Euro verlaufende charttechnische Boden besonders wichtig sein. Mit Blick nach unten und auf die Konditionen des Capped-Bonus-Zertifikats hat hingegen das Verteidigen des Mehrjahrestiefs im Bereich von 58 Euro höchste Priorität, schließlich wäre die Barriere des Zertifikats mit 49 Euro hiervon nicht mehr allzu weit entfernt.

Auf Seite 2: So sehen die Konditionen und Kennzahlen aus



Inklusive Risikopuffer von über 31 Prozent

Sollte die BASFCitigroup emittierte Capped-Bonus-Zertifikat auf BASF (WKN: CW8VJG) somit eine maximale Renditechance von 10,0 Prozent (8,7 Prozent p.a.). Der Risikopuffer, also der Abstand zwischen aktuellem Aktienkurs und Barriere, beläuft sich auf über 31 Prozent. Das Zertifikat weist derzeit ein Abgeld in Höhe von 4,6 Prozent (4,1 Prozent) aus. Zur Begrenzung potenzieller Kursverluste sollte bei dem Papier ein Stoppkurs bei 55,00 Euro sowie ein Zielkurs von 74,50 Euro beachtet werden.


Produkt: Capped-Bonus-Zertifikat auf BASF

WKN: CW8VJG

Emittent: Citigroup

Laufzeit (Zahltag): 15.06.2017 (20.06.17)

Bonus / Cap: 75,00 Euro / 75,00 Euro

Barriere: 49,00 Euro

Bonusrendite (p.a.): 10,0 % (8,7 %)

Risikopuffer: 31,5 %

Aufgeld p.a.: minus 4,1 %

Kurs aktuell (Basiswert): 71,35 Euro

aktueller Kurs des Zertifikats: 68,22 Euro

Stoppkurs (Zertifikat): 55,00 Euro

Zielkurs (Zertifikat): 74,50 Euro



Disclaimer

Investment des Tages - Wichtige Informationen

In der Rubrik "Investment des Tages" veröffentlichen wir Anlageideen für Privatinvestoren. Die vorgestellten Zertifikate bieten Gewinnchancen im zweistelligen Prozentbereich und verfügen in der Regel über einen komfortablen Risikopuffer. Die vorgestellten Wertpapiere sollen Alternativen aufzeigen, wie man auch in Seitwärts- oder begrenzten Abwärtstrends attraktive Renditechancen wahrnehmen kann. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet aber dennoch stets die Entwicklung des zugrundeliegenden Basiswerts. Dabei kann es sich um eine Aktie, einen Index oder einen Rohstoff handeln. Geht die Spekulation nicht auf, können unter Umständen hohe Verluste entstehen.

Mit dem Zertifikat zielt der Anleger zum Kaufzeitpunkt zunächst einmal darauf ab, das Papier bis zur Fälligkeit zu halten. Um potenzielle Kursverluste zu begrenzen, werden jedoch in der Regel Stopp-Loss-Marken vorgeschlagen. Diese liegen in der Nähe wichtiger charttechnischer Marken. Die vorgestellten Zertifikate stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

Grundsätzlich handelt es sich bei Zertifikaten um Inhaberschuldversprechen einer Bank. Die Bonität des Emissionshauses fließt in die Kennzahlen des Finanzprodukts mit ein. Bei einer Insolvenz des Emittenten könnte es im Extremfall sogar zu einem Totalverlust kommen.