Während die Aktienmärkte nach einer kurzen Atempause wieder in den Sturzflug übergegangen sind, beweist das Gold sowohl relative als auch absolute Stärke. Aus charttechnischer Sicht steht es auch bereits wesentlich besser da als Silber, auf das gestern ein Inliner empfohlen wurde. Zwar warten auch beim Gold robuste Widerstände. Etwa das Vier-Monats-Hoch vom Juli bei 1343 Dollar, oder der Bereich zwischen etwa 1370 und 1385 Dollar (Elf-Monats-Hoch vom März, 22-monatiger Abwärtstrend).

Andererseits wurde ein anderthalb Jahre währender Abwärtstrend bereits gebrochen. Dessen Trendlinie sorgt zusammen mit der 40-Wochen-Linie und einer horizontalen Zone um 1280/1285 Dollar für die erste Unterstützung. Wichtiger sind die um 1255/1265 Dollar verlaufenden, seit Ende 2001 und Herbst 2006 gültigen Aufwärtstrends. Die Trendlinien werden die 1300er-Zone im Laufe des Novembers erreichen. Und genau darauf zielen wir bei unserem heutigen Trading-Tipp ab.

Der ausgewählte Schein hat ein Potenzial von gut 30 Prozent. Dieses wird gehoben, wenn der Goldpreis am Bewertungstag 18. Dezember zumindest am Cap bei 1300 Dollar notiert. Angesichts einer Basis bei 1200 Dollar würde man erst ins Minus rutschen (angenommen wird ein unveränderter Euro/Dollar-Kurs), wenn der Goldpreis dann unter 1277 Dollar liegt. Der Stopp wird zunächst bei 3,30 Euro platziert, Anfang September auf 3,80 Euro und Anfang Oktober auf 4,30 Euro nachgezogen.

Name: Gold-Capped-Call

WKN: DT3GC6

Aktueller Kurs: 5,65 €/ 5,70 €

Basis/Cap: 1200 $ / 1300 $

Laufzeit: 18.12.14

Stoppkurs: 3,00 €

Zielkurs: 7,45 €



Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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