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Geely-Aktie: Die richtige Wette auf den 1000 Prozent-Kracher

Geely-Aktie: Die richtige Wette auf den 1000 Prozent-Kracher

WKN: A0CACX ISIN: KYG3777B1032 Geely

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21.11.2017 - 13:54
25.10.2017 08:50:00

Tesla steht bei Investoren stark im Fokus, Geely bereitete Anlegern mit deutlich höheren Gewinnen in den vergangenen Wochen aber deutlich mehr Freude. Die cleveren Deals der vergangenen Jahre zahlen sich für die Chinesen nun aus, doch damit nicht genug. Daimler, BMW, PSA oder General Motors droht schon bald der nächste Schlag, Geely schaltet in den Angriffsmodus. Wie können Anleger profitieren? Von Franz-Georg Wenner



Für Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer ist die Ausgangslage wohl klar: "Die Fahrzeuge von BYD hinken in ihrer Performance Geely hinterher. Geely wird der wahre Star der Chinesen". Auch wenn Dudenhöffer keine Kristallkugel besitzt, so scheinen viele Investoren ähnlicher Meinung zu sein. Oft konzentriert sich der Fokus nur auf Tesla, Konzernchef Elon Musk scheint Anleger immer wieder für seine neuen Fantasien und Ideen begeistern zu können. Auf Euro-Basis legte der Kurs um knapp 80 Prozent ausgehend vom letzten Tief im Oktober 2016 zu, eine starke Performance. Gut, aber es geht noch deutlich besser: Rund 250 Prozent erzielten risikobereite Anleger im gleichen Zeitraum mit der Aktie von Geely. Seit Frühjahr 2016 liegen Zocker sogar knapp 1000 Prozent im Plus.



Gerade in den vergangenen Wochen waren die Papiere heiß begehrt. Die chinesische Regierung plant ein Verbot für Verbrennungsmotoren ab 2030. In Großbritannien, Frankreich und Norwegen gibt es ähnliche Pläne. Die Dinos unter den Autoherstellern geraten immer stärker unter Zugzwang und müssen schnell nachlegen, denn die Konkurrenz holt rasant auf. Mit rund 22 Millionen verkaufter Autos ist China der wichtigste Markt vor den USA. Alternative Antriebstechniken bestimmen die Zukunft, der Automarkt ist im Umbruch.


Clevere Deals zahlen sich aus



Geely hat sich in den vergangenen Jahren auf die Entwicklung mit einer weitsichtigen Einkaufspolitik frühzeitig bestens vorbereitet. Die Chinesen bauen erst seit 1997 Autos, nutzten aber schon 2010 die Chance und kauften zum Schnäppchenpreis von 1,8 Mrd. Dollar von Ford die defizitäre Traditionsmarke Volvo. Dank der guten Technik der Schweden rückte der Konzern mit einem Schlag zur internationalen Weltspitze auf. Ende September folgte der nächste Schachzug: Geely übernahm 49 Prozent am defizitären Autobauer Proton und damit zugleich 51 Prozent an Lotus. Künftig profitieren die Chinesen somit auch vom Fertigungs- und Entwicklung-Know-how bei Lotus.

Doch nicht nur Fantasie ließ die Aktie zuletzt abheben, auch operativ brummt das Geschäft. Im vergangenen Jahr verdoppelte der Konzern das Nettoergebnis auf rund 5,11 Mrd. Yuan, der Umsatz schnellte um 80 Prozent auf 54 Mrd. Yuan. Der Absatz legte um gut die Hälfte auf 766.000 Fahrzeuge zu, zugleich das stärkste Wachstum seit acht Jahren. Auch in den vergangenen Monaten lief es bestens, erst kürzlich erhöhte Vorstand Li Shufu das Absatzziel für 2017 auf 1,1 Millionen Fahrzeuge. Die Forschung und Entwicklung bei Volvo läuft auf Hochtouren, die Strategie dürfte aufgehen. 2019 sollen bereits zwei Millionen Autos ausgeliefert werden. Ehrgeizige, aber durchaus realistische Ziele.

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Bildquelle: Jason Lee / Reuters, BÖRSE ONLINE

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