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Lanxess-Aktie: Auf Insiderkäufe mit Bonusinvestment reagieren

Lanxess-Aktie: Auf Insiderkäufe mit Bonusinvestment reagieren

WKN: 887771 ISIN: FR0000131104 BNP Paribas S.A.

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26.08.2016 - 17:57
09.02.2016 17:00:00

Auch bei Lanxess befinden sich die Börsianer derzeit ganz klar in Verkaufslaune - obwohl in den Vorstandsetagen im Januar kräftig gekauft wurde. Ein Bonusinvestment auf den Spezialchemiekonzern stellt derzeit eine interessante Option dar. Von Jörg Bernhard




An den Aktienmärkten rund um den Globus herrscht derzeit vor allem eines: Pessimismus. Die Verunsicherung hat zwar deutlich zugenommen, bekannte Volatilitätsindizes zeigen jedoch auf, dass die Angst der Investoren im Herbst 2008 bzw. 2011 deutlich größer war. Mit Blick auf die Risikokennzahl Volatilität (Kurse der vergangenen 30 Tage) rangiert das relativ zyklische Spezialchemieunternehmen Lanxess gegenwärtig im vorderen Fünftel sämtlicher MDAX-Mitglieder. Dadurch haben sich die Kennzahlen vieler Zertifikate signifikant verbessert.



Die vier Unternehmensvorstände Zachert, Fink, Pontzen und van Roessel hatten Mitte Januar offensichtlich keine Angst und griffen bei Lanxess-Aktien beherzt zu. Diese Insidertransaktionen beliefen sich auf ein Volumen von insgesamt mehr als 700.000 Euro und haben damit den im Geschäftsjahr 2014 registrierten Vergleichswert deutlich übertroffen. Damals kauften jeweils zwei Vorstände und zwei Aufsichtsräte Lanxess-Aktien im Gegenwert von über 685.000 Euro. 2015 war indes kein Manager zum Kauf bereit.


Unter den Analysten hält sich die Angst bislang in Grenzen. Seit dem Jahreswechsel gab es insgesamt 14 Updates zur Aktie von Lanxess zu vermelden. Dabei überwogen die neutralen Ratings (7) leicht, während fünf Analysten optimistisch und zwei pessimistisch gestimmt waren. Am 17. März wird das Management die Jahreszahlen veröffentlichen und eine Investorenkonferenz veranstalten. Anfang November wurde für 2015 ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen zwischen 860 und 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt (2014: 808 Millionen), nachdem man zuvor mit 840 bis 880 Millionen gerechnet hatte. Nun dürften die Börsianer ihr Interesse vor allem auf den Ausblick für 2016 richten. Die Konsensschätzungen der Analysten liegen für 2016 bei einem Gewinn pro Aktie 0,79 Euro, der in den beiden folgenden Jahren auf 1,04 bzw. 1,18 Euro ansteigen soll.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Lanxess-Aktie derzeit in einer extrem spannenden Phase. Es droht nämlich ein Test der im Bereich von 33 Euro verlaufenden Unterstützungszone. Im Oktober 2011 und Anfang 2015 erwies sich diese Marke allerdings als Wendepunkt nach oben. Problem: Die im Sinkflug befindliche 100- und 200-Tage-Linie wird vom aktuellen Aktienkurs deutlich unterschritten. Beide Faktoren sehen chartorientierte Investoren tendenziell negativ. Für ein hohes Maß an Spannung sorgt aber auch der Timingindikator Relative-Stärke-Index, der sich gegenwärtig auf Tuchfühlung mit der Marke von 30 Prozent befindet. Darunter beginnt die überverkaufte Zone, wobei ein Ausbruch darüber als Kaufsignal gelten würde.

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Bildquelle: Lanxess AG

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