Die große Richtung sollte eigentlich klar sein: Gegenüber dem von "Abenomics" anhaltend schwach gehaltenen japanischen Yen legt der US-Dollar weiter nachhaltig zu. Das Jahr 2015 ist jedoch von einer großen Seitwärtsbewegung mit nur sanft aufwertender Tendenz geprägt. Charttechnisch gibt es zudem eine höchst interessante Konstellation.

Zunächst: die inzwischen zumindest wieder leicht ansteigende 200-Tage-Linie signalisiert eine intakte Langfrist-Hausse des Greenbacks. Der sollte zudem nicht mehr unter die Marke von 120 Yen fallen, eine Marke, welche der durch Tiefs von Oktober 2014 und August/Oktober 2015 definierte Aufwärtstrend nächste Woche erreichen wird. Nach oben aber wirkt ein im Sommer gebrochener mittelfristiger Aufwärtstrend inzwischen als Widerstand. Kurzfristig lässt diese Gerade Avancen bis 124 Yen zu und bis Jahresende wird das August-Hoch 125,3 Yen erreicht.

Wie lassen sich nun diese Erkenntnisse gewinnbringend umsetzen? Da es am Markt keine Inliner mehr gibt, greift man idealer Weise zu einem Capped-Call mit 120er-Obergrenze. Der ausgewählte Schein hat eine kurze Laufzeit bis März und wird in dieser Zeit um gut 20 Prozent steigen, sofern der US-Dollar am Bewertungstag bei mindestens 120 Yen notiert.

Bei einem Bruch der angesprochenen Aufwärtstrendlinie sollte Stand jetzt die Reißleine gezogen werden. Zuletzt notierte der Greenback am 22. Oktober unterhalb von 120 Yen. An diesem Tag notierte das Derivat im Tief bei 2,38 Euro. Jetzt muss man natürlich inzwischen angefallene Zeitwertgewinne berücksichtigen. Einen Monat früher, als der Basiswert in etwa auf demselben Niveau notierte, waren es nur 2,20 Euro im Tief. Daher wird der Stopp bei zunächst 2,50 Euro platziert und zudem wöchentlich um 4 Cent angehoben. Der anfangs bereits akzeptable Chance-Risiko-Mix wird dann zusehends besser werden.



Name: USD/JPY-Capped-Call

WKN: DZZ69G

Aktueller Kurs: 3,14 € / 3,17 €

Laufzeit: 16.03.16

Basis/Cap: 115,00 Yen / 120,00 Yen

Stoppkurs: 2,55 €

Anpassung Stoppkurs: +0,02 € / wöchentlich

Zielkurs: 3,80 €



Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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