Erstmals mehr als 200 Euro ist eine Netflix-Aktie wert. Auf Dollar-Basis hat sie sich Sicht von anderthalb Jahren mittlerweile gut verdreifacht und ist jetzt mehr als 100 Milliarden wert. Im vierten Quartal 2017 wurden gut 8,3 Millionen Kunden hinzu gewonnen und die Umsätze stiegen um fast ein Drittel auf 3,29 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn schoss auf 41 Cent je Aktie nach oben (von 15 Cent).

Die Bewertung bleibt aber natürlich immens: selbst wenn man das Rekordquartal aufs ganze Jahr umlegen würde, und noch einmal 50 Prozent oben drauf packen würde, steht folgende Bewertung, angenommen einen nachbörslichen Aktienkurs von 250 Dollar: Umsatzmultiple über fünf, Kurs-Gewinn-Verhältnis gut 100. Was also tun? Ein purer Long-Einstieg wäre mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden, eine Short-Spekulation ganz klar gegen Trend und Stimmung gerichtet.



Empfehlung der Redaktion

Versuchen wir es mit einer weniger als zwei Monate laufenden Inliner-Spekulation, zumal die Daten nun auf dem Tisch liegen und bis zum Verfallstag keine Quartalszahlen mehr anstehen. Der Netflix-Inliner SC8VKP wird um 70 Prozent steigen, sofern der Basiswert bis zum 16. März zwischen 200,00 und 270,00 Dollar bleibt.

Wegen des immanenten Totalverlustrisikos heißt es: Kapitaleinsatz begrenzen! Wir setzen vor allem darauf, dass die Netflix-Aktie Probleme bekommt, die 250-Dollar-Marke kurzfristig nachhaltig zu überwinden. Bereits eine Konsolidierung zurück zum gestrigen Niveau 227 Dollar würde dem Schein helfen. Es wird ein erster Stoppkurs bei 1,85 Euro platziert und dieser börsentäglich um zehn Cent angehoben. Kurse von 9,00 Euro werden zu Gewinnmitnahmen genutzt.

Name Netflix-Inliner
WKN SC8VKP
Aktueller Kurs 5,82 € / 5,92 €
Schwellen 200,00 €/270,00 €
Laufzeit 16.03.18
Stoppkurs 1,85 €
Anpassung Stoppkurs +0,10 €/Börsentag
Zielkurs 9,00 €

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de