Mehr als 800 Aussteller aus über 50 Ländern werden dieses Mal in den Kölner Messehallen erwartet. Und trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen könnte die Vorjahreszahl von 345 000 Besuchern aus 96 Ländern noch übertroffen werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich Mobile Gaming: Über 100 Unternehmen, 20 Prozent mehr als 2015, werden die Gamescom als Plattform für ihre Produkte nutzen. Dabei stehen auch neue Technologien im Fokus. Spätestens seit der Einführung von Nintendos Spiele-App "Pokémon Go", die binnen kürzester Zeit weltweit mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen wurde, kommen viele Menschen mit Technologien der sogenannten Augmented Reality in Berührung. Hierbei nimmt die Smartphone-Kamera die Umgebung auf, und die App projiziert vor dem Hintergrund der realen Umgebung virtuelle Daten - hier die "Pokémon-Monster" - auf das Display der Spieler.

Boombranche Gaming



Ein weiteres wichtiges Thema ist Virtual Reality (VR). Hierbei tragen Spieler Datenbrillen, die das Geschehen direkt und mit einem Blickfeld von 360 Grad übertragen. Somit wird ein neues und sehr intensives Gaming-Erlebnis ermöglicht. Fast alle wichtigen Hersteller arbeiten an solchen Produkten, um an diesem Trend zu partizipieren. Der japanische Elektronikkonzern Sony und der US-Softwarehersteller Microsoft beispielsweise entwickeln eigene Datenbrillen, und Spielehersteller wie Ubisoft planen eigene Spiele für VR-Brillen.

Angesichts solcher Trends verwundert es nicht, dass die Branche im Aufwind ist. Einer Prognose des niederländischen Marktforschungsinstituts Newzoo zufolge dürften die Umsätze im weltweiten Games-Markt bis 2017 auf 102,9 Milliarden Dollar klettern - ein Plus von gut 36 Prozent im Vergleich zu 2013. Anleger können von dieser Entwicklung mit dem neuen Zertifikat der Deutschen Bank auf den Solactive Electronic Gaming Index partizipieren.

Der Basiswert bildet die Aktien der 20 Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung aus der Electronic-Gaming-Branche ab, die entweder ihren Hauptumsatz im Bereich Electronic Gaming erwirtschaften oder Hersteller beziehungsweise Vertreiber von Electronic-Gaming-Soft- und/oder -Hardware sind. Am stärksten vertreten sind hier Unternehmen aus den Ländern USA und Japan.

Die Berechnung erfolgt durch den Indexsponsor Solactive, der auch für die Zusammensetzung des Index sowie für die Gewichtung der einzelnen Indexmitglieder verantwortlich ist. Umgeschichtet werden kann das Auswahlbarometer alle drei Monate, wofür eine jährliche Gebühr von 1,5 Prozent anfällt. Das Zertifikat, dem ausgeschüttete Dividenden der Indexmitglieder gutgeschrieben werden, ist gut zur Depotbeimischung geeignet.