Das Portfolio des mit Note 1 beurteilten ETFs umfasst 30 europäische Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen.
Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 16. September in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 39/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.
Eine Dividendenstrategie bietet Investoren zwei zentrale Vorteile: Sie erhalten laufende Erträge. Zudem partizipieren sie an der Kursentwicklung von Unternehmen. Doch welche Aktien sind ein Kauf, mit welchen Titeln lässt sich der Investmentansatz besonders erfolgreich spielen? Und wie viele Werte benötigt man, um das Portfolio klug zu diversifizieren?
Anleger können sich die zeitraubende Recherche sparen, wenn sie in den 341 Millionen Euro schweren Deka Dividenden Euro Stoxx Select 30 ETF investieren: Der Exchange Traded Fund bietet Zugang zu 30 europäischen Unternehmen, die eine höhere Netto-Dividendenrendite aufweisen als der Stoxx Europe 600.
Im Gegensatz zu vielen anderen Dividenden-ETFs mit Schwerpunkt Eurozone sind Werte aus Deutschland und Frankreich nicht am höchsten gewichtet. Beim Deka Dividenden Euro Stoxx Select 30 ETF entfallen 29 Prozent der Mittel auf niederländische Unternehmen.
Deutsche Unternehmen bringen es im Portfolio „nur“ auf 16 Prozent. Auch die Branchen werden anders gewichtet. Der Deka-ETF setzt insbesondere auf Versicherungen und Banken wie zum Beispiel ABN Amro. Auf diese entfallen aktuell 54 Prozent der Mittel.
Das Finanzinstitut beteiligt seine Aktionäre großzügig am wirtschaftlichen Erfolg. Mindestens 50 Prozent des Nettogewinns werden direkt als klassische Dividende ausgeschüttet. Die Auszahlung erfolgt zweimal im Jahr. Der restliche Teil des Gewinns wird flexibel über Aktienrückkaufprogramme oder zusätzliche Sonderdividenden an die Aktionäre zurückgegeben.
Dividendenboden hält
Zu den Topwerten des Deka-ETFs zählt Randstad. Der Personaldienstleister mit Sitz in der niederländischen Stadt Diemen strebt eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent des bereinigten Nettogewinns an. Gleichzeitig bietet das Unternehmen einen sogenannten „Floor Dividend“ von 1,62 Euro je Aktie.
Diesen Dividendenboden will Randstad auch dann beibehalten, wenn dadurch die Ausschüttungsquote vorübergehend über 50 Prozent steigen sollte. Und nur wenn sich die wirtschaftliche Lage gravierend verschlechtern sollte, will das Management die Dividende kürzen. In den Jahren 2024 und 2025 hielt Randstad an den 1,62 Euro je Aktie trotz eines Gewinnrückgangs fest.
In den vergangenen drei Jahren erzielten Anleger mit dem Deka-ETF bei vertretbaren Schwankungen ein Plus von 59 Prozent, wenn sie die vierteljährlich ausgeschütteten Dividenden wieder in das ETF-Vermögen investiert hätten. Der ETF ist mit Fondsnote 1 bewertet.