Der Hersteller von Sportuhren und Naviga­tionsgeräten hat im zweiten Quartal Bestwerte erzielt und die Jahresprognose angehoben

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 14. Oktober in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 43/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Als vor wenigen Tagen Tausende Läufer den München Marathon in Angriff nahmen, ging der Blick von so manchem Läufer häufig zu einem vertrauten Begleiter am Handgelenk: der Fitnessuhr. Einer der bekanntesten Sportuhrenhersteller ist Garmin. Der Konzern entwickelt jedoch nicht nur Sport- und Gesundheitselektronik, sondern auch Navigations- und Bordsysteme. Die Segmente gliedern sich in Fitness, Outdoor, Luftfahrt, Marine und Zulieferung an Autohersteller. Garmin verdient einerseits am Massenmarkt mit Laufuhren, andererseits mit spezialisierten Produkten wie Sportuhren zum Tauchen oder Golfspielen. Dabei braucht der Konzern für sein Geschäft keine eigenen Satelliten. Zur Positionsbestimmung empfangen die Gerät Signale frei zugänglicher Navigationssysteme wie GPS oder Galileo. Für den Austausch von Nachrichten und SOS-Notrufe über die ­inReach-Technologie nutzt Garmin das Satellitennetz von Iridium. 

Starke Zahlen gemeldet

Wie gut dieses Konzept funktioniert, belegen die jüngsten Zahlen: Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um elf Prozent auf 2,02 Milliarden Dollar. Treiber war das Fitnesssegment mit einem Plus von 25 Prozent auf 757 Millionen Dollar, getragen von der starken Nachfrage nach hochwertigen Smartwatches. Das Segment erreichte eine operative Marge von 37 Prozent. Die Sparte Marine legte um 14 Prozent zu, die Luftfahrt um acht Prozent. Einzig das Outdoorgeschäft gab um zwei Prozent nach, da Verbraucher bei Abenteueruhren und Navigationsgeräten fürs Auto zurückhaltender waren. In der Luftfahrt lag die Bruttomarge zuletzt bei 75 Prozent, im Outdoorgeschäft bei 69 Prozent. Beeindruckend ist die Ertragskraft auch auf Konzernebene. Die Bruttomarge stieg von 58,8 auf 62,4 Prozent, die operative Marge von 26,0 auf 30,4 Prozent. Das Betriebsergebnis kletterte um 30 Prozent auf 616 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,81 Dollar, nach 2,17 Dollar im Vorjahr. Der Vorstand traut dem Unternehmen nun mehr zu. Für das Gesamtjahr erwartet er einen Umsatz von rund 8,05 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von zehn Dollar.

Zusätzliche Fantasie liefern neue Produkte und Übernahmen. Mit Cirqa erweitert Garmin sein Angebot um ein bildschirmloses Armband, das Gesundheits- und Fitnessdaten ohne verpflichtendes Abonnement erfasst. Die übernommenen Plattformen TrainingPeaks und TrainHeroic ergänzen das Gerätegeschäft um digitale Trainingsplanung und Coaching. Die neue Cockpitdisplay-Reihe AXIS, die Fluganzeigen, Navigation und Funk bündeln kann, erweitert zudem das Angebot im margenstarken Luftfahrtgeschäft.

Fazit

In Garmin finden Anleger mit zweistelligem Wachstum und steigenden Margen ein aussichtsreiches Investment.

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