Am 29. Juli 2026 lud BÖRSE ONLINE anlässlich der Quartalszahlen von Microsoft, Meta, ARM und Qualcomm wieder live zur Tech Night. Alle Charts und weitere Daten und Fakten aus dem Youtube-Livestream gibt es hier zum Nachlesen.

Hier den Livestream als Aufzeichnung ansehen

Die Charts

Folie 1: Die Kursperformamce der Magnificent Seven in 2026

Kursentwicklung der Mag-7
Foto: BÖRSE ONLINE
Kursentwicklung der Mag-7

Folie 2: CDS-Ausfallprämien auf die Anleihen großer Hyperscaler

CSD-Prämien auf Anleihen von Oracle, Alphabet, Microsoft und Meta
Foto: BÖRSE ONLINE
CSD-Prämien auf Anleihen von Oracle, Alphabet, Microsoft und Meta

Folie 3: Aggregierter Free-Cashflow der fünf größten Hyperscaler

Aggregierter Free Cashflow
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Aggregierter Free Cashflow

Erwartungen und gemeldete Zahlen

Quartalszahlen Microsoft und Meta
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Quartalszahlen Microsoft und Meta
Microsoft (WKN: 870747)
Meta (WKN: A1JWVX)
Quartalszahlen Qualcomm und Arm Holdings
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Quartalszahlen Qualcomm und Arm Holdings
Qualcomm (WKN: 883121)
Arm Holdings (WKN: A3EUCD)

Diese Bereiche standen im Fokus

Fokus Microsoft
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Fokus Microsoft
Fokus Meta
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Fokus Meta

Die nächsten Termine

Termine
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Termine

Die Hintergrundinformationen (gegliedert mit KI-Unterstützung)

Microsoft und Meta Platforms: KI-Investitionen, Cashflows und Analystenmeinungen vor den Quartalszahlen

Stand der Auswertung: 29. Juli 2026, 19 Uhr (vor Bekanntgabe der Zahlen)

1. Überblick: KI-Investitionen (Capex) der Hyperscaler 2026–2028

Unternehmen 2026E 2027E 2028E Quelle/Bemerkung

Alphabet $195–205 Mrd. (eigene Guidance, angehoben von $180–190 Mrd.); BofA-Schätzung $195 Mrd. BofA-Schätzung $290 Mrd. (angehoben von $257 Mrd.) keine Angabe 

Amazon (AWS) $159 Mrd. (BofA, unverändert) $230 Mrd. (BofA, angehoben von $196 Mrd.) keine Angabe 

Microsoft ~$203 Mrd. (GS-Modell, Capex Cashflow-Basis, GJ endet Juni); Guidance/Street ca. $190 Mrd. für CY26 ~$278 Mrd. (GS-Modell) ~$319 Mrd. inkl. Finance Leases / ~$278 Mrd. exkl. Leases (GS, +30% YoY, um ~10% angehoben) 

Meta Platforms GS-Modell: $140,0 Mrd.; eigene Guidance $125–145 Mrd. (angehoben von $115–135 Mrd.); BofA-Schätzung $145 Mrd. (angehoben von $130 Mrd.) GS-Modell: $170,8 Mrd.; BofA-Schätzung $185 Mrd. (angehoben von $157 Mrd.) GS-Modell: $191,3 Mrd. 

Oracle keine Zahlen in den Dokumenten keine Zahlen keine Zahlen Oracle wird nur qualitativ als einer der "fünf großen Data-Center-Betreiber" genannt


Ergänzend: Der kombinierte Capex von AWS, Microsoft, Google und Meta wird laut GS von unter $200 Mrd. (2020) auf ~$740 Mrd. 2026E und ~$1 Billion 2027E steigen .

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2. Negative Cashflows: Wer ist am stärksten betroffen? FCF/Umsatz-Verhältnis

Aggregierte Branchensicht (5 Hyperscaler: Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft, Oracle)

● Aggregierter Free Cashflow: 2025: +$187 Mrd. → 2026E: –$2,8 Mrd. → 2027E: –$41 Mrd. (FactSet-Konsens) 

● Die Dokumente enthalten keine per-Unternehmen aufgeschlüsselte FCF-Prognose für alle fünf Konzerne – die folgenden Einzelpunkte sind das, was konkret verfügbar ist:


Unternehmen Konkreter Datenpunkt zum Cashflow

Alphabet Bereits negativer FCF von $5,9 Mrd. im Q2'26 (einzelnes Quartal), getrieben von $44,9 Mrd. Capex

Meta Laut Barron's (29.07.2026) wird Meta 2026 erstmals als börsennotiertes Unternehmen einen negativen FCF ausweisen, mit weiterer Verschlechterung 2027 erwartet . Das ältere GS-Modell (30. April 2026, vor der letzten Capex-Anhebung) zeigt dagegen noch positiven FCF: 2025 $44,7 Mrd. → 2026E $40,4 Mrd. → 2027E $57,6 Mrd. — Diese Diskrepanz ist wichtig: Die aktuellere Presse-Einschätzung deutet auf eine deutliche Verschlechterung seit April hin.

Microsoft GS-Modell zeigt weiterhin positiven, aber stark schrumpfenden FCF: GJ25 $62,0 Mrd. → GJ26E $29,6 Mrd. → GJ27E $16,8 Mrd.

Amazon / Oracle Keine konkreten FCF-Zahlen in den Dokumenten.


FCF/Umsatz-Verhältnis (aus den GS-Modellen, Stand jeweiliger Berichtszeitpunkt):


 2025 2026E 2027E

Microsoft 18,8 % (62,0/329,4 Mrd.) 7,6 % (29,6/387,1 Mrd.) 3,6 % (16,8/466,6 Mrd.)

Meta 17,5 % (44,7/255,2 Mrd.) 13,2 % (40,4/306,4 Mrd.) 16,1 % (57,6/357,3 Mrd.)


Fazit: Nach den (älteren) GS-Modellen fällt die FCF-Marge bei Microsoft stärker und kontinuierlich (von ~19 % auf ~4 %), während Meta im GS-Modell wieder etwas erholt. Die aktuellere Barron's-Berichterstattung (Q2-Vorschau vom 29.7.) deutet jedoch darauf hin, dass Meta – nicht Microsoft – 2026 als erstes Unternehmen tatsächlich ins Negative dreht, was auf eine zwischenzeitliche Verschärfung der Meta-Capex-Situation hindeutet, die im GS-Modell (Stand April) noch nicht vollständig abgebildet ist. Auf Branchenebene ist der stärkste negative Ausreißer bislang Alphabet mit einem bereits realisierten negativen Quartals-FCF von $5,9 Mrd. in Q2'26.

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3. Wichtigste Themen bei den Quartalszahlen

Microsoft (4QFY26, Bericht am 29.7.2026)

● **Azure-Wachstum**: Erwartung von 40–41 % (konstante Währung), leicht über der eigenen Guidance (39–40 %); Q1FY27-Guidance ebenfalls bei 40–41 % erwartet. Wachstum bleibt angebotsseitig limitiert (Kapazitätsausbau, u. a. Fairwater-Rechenzentrum in Wisconsin, Ziel 2GW in 2026) .

● **Capex & eigene Chips**: GS hebt Capex-Schätzung für GJ28–30 um ~10 % an; strategische Kapazitätsallokation zwischen internem Bedarf (Copilot, MAI) und externem Azure-Verkauf .

● **Copilot/M365-Monetarisierung**: Sitzplatzzahlen (>20 Mio. in Q3), ARR-Wachstum (+123 % YoY), aber Gegenwind durch gemischte Reviews und neue Konkurrenz (Claude Cowork) .

● **Konsens-Erwartungen für Q4**: EPS $4,24 (Vorjahr $3,65), Umsatz $87,6 Mrd. (+15 %) .

Meta (Q2'26, Bericht am 29.7.2026)

● **Capex-Guidance im Fokus**: "Capex-Guidance zählt mehr als die eigentlichen Ergebnisse" (Mizuho); Guidance bereits auf $125–145 Mrd. angehoben, evtl. weitere Anhebung oder sogar vorzeitige 2027er-Guidance .

● **Kernwerbegeschäft stark**: Q1'26 Anzeigenumsatz +29 % (FXN YoY); für Q2 wird Rekordumsatz von $60,2 Mrd. (+27 % YoY) erwartet, operative Marge soll aber von 43 % auf 36 % fallen .

● **"Meta Compute"/Cloud-Pläne**: Meta erwägt, überschüssige KI-Rechenkapazität als Cloud-Dienst zu verkaufen – Kurs stieg 8,8 % auf die Meldung, fiel dann 4,6 %, da Analysten bezweifeln, dass kurzfristig Kapazität frei wird; Konkurrenz durch SoftBanks neue "SB Neo"-Neocloud .

● **AI-Modelle/Superintelligence Labs**: Neues Modell "Muse Spark" (deutlicher Anstieg der Meta-AI-Sitzungen je Nutzer); nächstes Modell "Watermelon" soll 10x mehr Rechenleistung benötigen .

● **Reality Labs**: weiterhin Verluste (~$4 Mrd. in Q1), leicht rückläufig, 10 % geplanter Stellenabbau trotz gleichbleibender Kostenguidance .

● **Erstmals negativer FCF für 2026 erwartet** – siehe Abschnitt 2 .

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4. Analysteneinschätzung: Risiko hoher KI-Investitionen und negativer Cashflows

● Goldman Sachs: Bleibt bei Buy für beide Werte. Microsoft PT $610 (56,9 % Upside, Stand 8.7.); Meta PT von $840 auf $830 gesenkt (24 % Upside), u. a. wegen "modestly lower confidence in META's forward EBIT trajectory (given high capital intensity)" .

● BofA: Hebt Capex-Schätzungen für Meta/Alphabet/Amazon deutlich an und warnt, dass steigende Speicherpreise (DRAM-Spotpreise +40 % QoQ) und immer leistungshungrigere Modelle die Ausgaben weiter eskalieren lassen könnten – ein Warnsignal, das "den Markt aufschrecken" könnte .

● Citi (Tyler Radke): Senkt Microsoft-PT von $620 auf $570, bleibt aber bei Buy; bleibt "positiv", warnt jedoch vor weiter intensivierten AI-Ausgaben in FY27 .

● Evercore ISI (Kirk Materne): Hebt Microsoft-PT von $510 auf $525 an, sucht den "sweet spot" zwischen beschleunigtem KI-Umsatz und "normalisierendem" Capex-Wachstum; erwartet, dass der Quartalsbericht keine Klarheit über das Verhältnis von FCF zu Capex bringen wird .

● Kreditmarkt/Anleihenmarkt: Steigende Ausfallversicherungskosten (Credit Default Swaps) – Meta 5-Jahres-CDS bei 95 Basispunkten, höchster Stand seit mindestens November; Google-CDS auf 5-Jahres-Höchststand von 64 Bp. Investment-Grade-Tech-Anleihen bieten inzwischen 92 Bp. Renditeaufschlag gegenüber Treasuries (Durchschnitt aller IG-Unternehmensanleihen: 81 Bp.) .

● Fremdfinanzierung: Rund $236 Mrd. an weltweiten Anleiheemissionen bis Mai 2026 zur KI-Finanzierung – mehr als das Vierfache des Vorjahreszeitraums; ein Zeichen, dass operative Cashflows die Investitionen nicht mehr decken .

● Meta-spezifisch (Raymond James, Josh Beck): Sieht in "Meta Compute" (Cloud-Vermarktung) Potenzial für ein positives Re-Rating, da es ROIC-Bedenken dämpfen könnte . Gegenstimme: Paul Meeks (Freedom Capital Markets) hält den Aufbau eigener Rechenzentren für "brutal kapitalintensiv" und würde stattdessen Monetarisierung über margenstärkere Produkte bevorzugen .

● GS-Risikoliste für Meta nennt explizit: anhaltend hohe Investitionen könnten operative Margen länger als erwartet drücken, geringe/keine zusätzlichen Aktionärsrückgaben, regulatorische Risiken .

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5. Wie viel Gewinn machen Meta und Microsoft mit KI?

Wichtige Einschränkung: Keines der Dokumente beziffert einen expliziten, separat ausgewiesenen "KI-Gewinn" für Microsoft oder Meta. Beide Unternehmen berichten KI-Erlöse/-Effekte nur indirekt über Segmente:

● Microsoft: Azure (inkl. KI-Compute) wächst 40 %+ (konstante Währung), Copilot-ARR liegt aber noch bei nur $37 Mio. (+123 % YoY in Q3) – absolut betrachtet klein im Konzernkontext, aber mit hoher Wachstumsrate. Ein separater "KI-Gewinn" (Profitabilität) wird in den Dokumenten nicht ausgewiesen; GS betont vielmehr, dass die zentrale Frage die Kapitalrendite (Return) auf die hohen KI-Investitionen ist – nicht ein bereits realisierter Gewinn .

● Meta: KI wird primär als Werbewerkzeug (Advantage+, GenAI-Anzeigenerstellung) dargestellt, das zum starken Anzeigenwachstum (29 % YoY) beiträgt – ein indirekter, nicht separat bezifferter Gewinnbeitrag. Das eigentliche "KI-Labor"-Segment (Reality Labs/Superintelligence Labs) ist dagegen klar verlustbringend (~$4 Mrd. operativer Verlust in Q1) .

● Analystenbewertung: GS schreibt explizit, Investoren würden Meta kurzfristig weiter "auf Beweise für einen Return (Produkte, Umsatz etc.) aus den KI-Investitionen" prüfen – ein Hinweis, dass ein klar quantifizierbarer KI-Gewinn noch nicht etabliert ist . Bei Microsoft liegt der Fokus ähnlich auf der Frage, ob neue Kapazität "beat-and-raise" bei Azure ermöglicht, während gleichzeitig Eigeninvestitionen (Copilot, MAI) hohe interne Kapazität binden, ohne dass der Ertrag daraus heute schon voll sichtbar ist .

Fazit: Die Dokumente belegen zwar deutliche KI-getriebene Umsatz-Effekte (Azure, Werbe-Tools), liefern aber keine belastbare Zahl zu einem eigenständigen "KI-Gewinn". Sell-Side-Analysten sehen genau darin das zentrale offene Risiko beider Aktien.

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6. Eigene KI-Chips: Einfluss auf Geschäft und Perspektiven

Microsoft (Maia)

● Microsofts eigener KI-Chip Maia gilt laut GS als "hinter den Wettbewerbern zurück"; hohe Abhängigkeit von Nvidia bleibt bestehen, u. a. wegen der Optimierung von OpenAI-Workloads auf Nvidia-Hardware .

● Strategische Gegenmaßnahmen: Ramp-up mit AMD als Zweitquelle, Verbesserungen bei Maia 300 (nach Lernkurve aus Maia 100/200) erwartet .

● Speicher-Engpass: Maia 200 nutzt HBM3, während Nvidias Vera Rubin bereits HBM4 einsetzt – ein Rückstand bei der für KI-Performance kritischen Speicherbandbreite .

● Finanzielle Konsequenz: ~$25 Mrd. (≈13 %) des CY26-Capex sind auf höhere Bauteilpreise zurückzuführen, davon >50 % speicherbedingt – direkte Folge der begrenzten eigenen Chip-Reife .

● GS-Einschätzung: Das Ziel ist nicht, "den besten Chip der Branche" zu bauen, sondern Hardware, Software und Infrastruktur auf die eigenen Workloads hin zu optimieren .

Meta

● Die Dokumente enthalten keine Informationen zu einem eigenen Meta-KI-Trainingschip (z. B. MTIA wird nicht erwähnt). Stattdessen zeigt sich Metas Kapazitätsproblem darin, dass das Unternehmen versucht hat, GPU-Kapazität von Google zu kaufen – erfolglos – was laut Analyst Richard Windsor der Hauptgrund ist, warum Meta aktuell keine freie Kapazität für sein geplantes Cloud-Geschäft ("Meta Compute") hat .

● Diese Abhängigkeit von零 zugekaufter/gemieteter Fremdkapazität statt eigener, differenzierter Chip-Technologie wird von Beobachtern als struktureller Nachteil gegenüber Microsoft gewertet, ist in den Dokumenten aber nicht explizit so benannt – dies ist eine Lücke in den vorliegenden Quellen.

Perspektive: Microsofts Investition in eigene Silizium-Diversifikation (Maia + AMD) zielt langfristig auf geringere Nvidia-Abhängigkeit und bessere Kostenkontrolle, ist aber aktuell noch ein Kostentreiber. Für Meta liefern die Dokumente keine Chip-Strategie – das Unternehmen wirkt in der Kapazitätsfrage stärker von externen Zulieferern/Partnern (Nvidia, evtl. Google-GPUs) abhängig.

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7. Pro & Contra für die Aktie

Microsoft (MSFT) – Rating: Buy (GS), PT $610 (56,9 % Upside, Stand 8.7.2026)

Pro:

● Azure-Wachstum beschleunigt sich (40–41 % cc), zweites Quartal in Folge mit Beschleunigung 

● Copilot-Monetarisierung nimmt Fahrt auf (Sitzplätze >20 Mio., ARR +123 % YoY) 

● Strategische Chip-Diversifizierung (AMD, Maia-Roadmap) reduziert langfristig Klumpenrisiko bei Nvidia 

● Trotz sinkender Marge weiterhin positiver freier Cashflow (im Gegensatz zu Meta) 

● Mehrere Analysten (Citi, Evercore) bekräftigen Buy trotz PT-Anpassungen

Contra:

● FCF-Marge schrumpft laut GS-Modell drastisch (von ~19 % auf ~4 % FCF/Umsatz bis GJ27E) 

● Weiter steigender Capex-Bedarf (FY28E ~$319 Mrd. inkl. Leases, +30 % YoY) 

● Hohe Nvidia-/Speicherabhängigkeit (~13 % des Capex durch Preissteigerungen bedingt) 

● Risiko der Disintermediation im Kerngeschäft Office/M365 durch neue KI-Konkurrenten (Claude Cowork) 

● Steigende Ausfallrisikoprämien am Anleihemarkt (Branchenweiter Trend)

Meta Platforms (META) – Rating: Buy (GS), PT $830 (24 % Upside, gesenkt von $840)

Pro:

● Kerngeschäft (Werbung) wächst weiterhin schneller als der Markt (+29 % FXN YoY) 

● KI-gestützte Werbetools (Advantage+, GenAI-Creative) zeigen messbare Zugkraft 

● Mögliches neues Standbein "Meta Compute" (Cloud-Vermarktung überschüssiger Kapazität) könnte laut Raymond James zu positivem Re-Rating führen 

● Fortschritte im KI-Labor (Muse Spark) als Basis für langfristige Monetarisierungsoptionen (persönliche/Business-Agenten) 

● Aktie bereits 10 % im Jahresverlauf gefallen – ggf. günstigerer Einstiegspunkt bei fortbestehendem Buy-Rating

Contra:

● Erstmals negativer freier Cashflow für 2026 erwartet, Verschlechterung 2027 (laut aktuellerem Barron's-Bericht) 

● Mehrfach angehobene Capex-Guidance (zuletzt $125–145 Mrd.) ohne klaren kurzfristigen Ertragsnachweis 

● Operative Marge fällt deutlich (von 43 % auf erwartet 36 % in Q2) 

● Reality Labs bleibt strukturell verlustbringend (~$4 Mrd./Quartal) 

● "Meta Compute"-Cloud-Plan mit hohem Ausführungsrisiko: keine kurzfristig freie Kapazität, gescheiterter Versuch, GPU-Kapazität von Google zu kaufen, neue Konkurrenz durch SoftBanks SB Neo 

● Kritische Stimme (Freedom Capital Markets): Aufbau eigener Rechenzentren sei "brutal kapitalintensiv" – Zweifel an der strategischen Logik des Cloud-Vorstoßes 

● Höchste CDS-Prämie unter den Hyperscalern (95 Bp., höchster Stand seit November) – Zeichen wachsender Bonitätssorgen 

● Fehlende eigene Chip-Strategie (in den Dokumenten nicht erwähnt) könnte langfristig Kostenposition gegenüber Microsoft/Google schwächen (Rückschluss aus dem gescheiterten GPU-Kaufversuch)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.