Die deutschen Banken sind einem Stresstest unterzogen worden. Die meisten Geldhäuser schneiden dabei gut ab, doch es gibt auch Ausnahmen. Das müssen Sparer und Anleger wissen.
Die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland haben auch vor Deutschlands Bankenlandschaft nicht Halt gemacht. Hinzu kommen gerade zuletzt auch Problemfälle und Skandale bei regionalen Instituten. Dies spiegelt sich auch in einer Untersuchung von BaFin und Bundesbank wieder.
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Deutsche Banken im Stresstest: Mehrere Institute gefährdet
So haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und die Deutsche Bundesbank seit April 1.113 kleine und mittelgroße Geldhäuser unter die Lupe genommen und damit fast 90 Prozent der Kreditinstitute hierzulande. In einer ergänzenden Umfrage waren die Institute aufgefordert, zu ihrer aktuellen Ergebnislage und Risikosituation sowie zu ihren Erwartungen Stellung zu nehmen.
Das Ergebnis: Die Mehrheit der Banken und Sparkassen in Deutschland würde auch einen drastischen globalen Wirtschaftseinbruch überstehen. "Die Institute bleiben insgesamt solide aufgestellt", fasste der oberste Bankenkontrolleur der Finanzaufsicht Bafin, Nikolas Speer, in Frankfurt die Ergebnisse eines gemeinsamen Krisentests mit der Bundesbank zusammen.
Allerdings konnten mehrere Dutzend Institute in dem simulierten Szenario die von der Aufsicht vorgegebenen Kapitalanforderungen nicht mehr einhalten. "Wir haben die Institute, die im Stresstest Auffälligkeiten zeigen, besonders im Blick. Sollte es erforderlich sein, werden wir rechtzeitig aufsichtliche Maßnahmen ergreifen", betonte Speer.
Zuletzt hatte sich die BaFin tatsächlich vermehrt auf Probleme bei Geldhäusern konzentriert und hier auch Maßnahmen vorgenommen.
Deutschlands Banken sind sicher, aber…
Sparer und Anleger dürfen also unter dem Strich beruhigt sein: Den Banken in Deutschland geht es gut, aber potenzielle Problemfälle gibt es dennoch. Entsprechend sollten Anleger vorsichtig sein, was die Einlagen auf Giro- und Sparkonten angeht.
Diese sind nämlich nur bis zu einem Betrag von 100.000 Euro von der deutschen Einlagensicherung geschützt. Für jeden Euro darüber besteht ein potenzielles Risiko.
Entsprechend lohnt sich ein Blick auf den BÖRSE ONLINE Girokonto-Vergleich für eventuelle Alternativen.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Wie viele deutsche Banken und Sparkassen wurden von BaFin und Bundesbank untersucht?
Seit April wurden 1.113 kleine und mittelgroße Geldhäuser untersucht, was fast 90 Prozent der Kreditinstitute in Deutschland entspricht. Die Mehrheit würde auch einen drastischen globalen Wirtschaftseinbruch überstehen.
Wie viele Institute zeigten im Banken-Stresstest Auffälligkeiten?
Mehrere Dutzend Institute konnten im simulierten Krisenszenario die vorgegebenen Kapitalanforderungen nicht mehr einhalten. Die BaFin will diese Geldhäuser besonders beobachten und bei Bedarf rechtzeitig aufsichtsrechtliche Maßnahmen ergreifen.
Bis zu welcher Höhe sind Einlagen auf deutschen Giro- und Sparkonten geschützt?
Die deutsche Einlagensicherung schützt Einlagen bis zu 100.000 Euro. Für jeden darüber hinausgehenden Betrag besteht ein potenzielles Risiko.