Banken und Neobroker locken immer wieder mit attraktiven Geldgeschenken, wenn Anleger ihr Depot übertragen. Doch welches Angebot lohnt sich überhaupt?

Wer das Tagesgeldkonto wechselt, erhält in der Regel einen Aktionszins. Bei einem Depotwechsel ist das zwar eher selten der Fall. Immer mehr Anbieter locken nun jedoch mit Direktprämien und Wechselboni. Doch auch hier ist Vorsicht geboten.

Geld geschenkt: Diese Depot-Aktionen sollten Sie nicht verpassen

Die verschiedenen Depot-Deals bieten Vor- und Nachteile. Die wichtigsten Bedingungen und möglichen Prämien sehen Sie in der folgenden Übersicht.

Deutsche Bank (Aktion: Bis zu 500 Euro Wechselbonus)

Den Anfang macht die Deutsche Bank mit dem maxblue Depot. Wer ein Depotvolumen von mindestens 5.000 Euro von einer anderen Bank oder Fondsgesellschaft überträgt, kann einen Prämienantrag stellen. Die Bank zahlt 0,5 Prozent des übertragenen Depotvolumens als Wechselprämie – höchstens jedoch 500 Euro. Die Deutsche Bank zahlt den Wechselbonus laut den Aktionsbedingungen zwei Wochen nach dem Übertrag aus. Allerdings stellt die Bank klar, dass Anleger die übertragenen Wertpapiere mindestens ein Jahr dauerhaft bei der Deutschen Bank halten müssen.

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Traders Place (Aktion: 60 Euro Neukundenbonus)

Etwas leichter erhalten Neukunden den Bonus bei Traders Place. Nach der Eröffnung eines neuen Depots müssen sie innerhalb von 45 Tagen lediglich drei Trades über jeweils mindestens 100 Euro ausführen. Bei der Prämienzuteilung muss das Depot außerdem einen positiven Portfoliowert von mindestens 1.000 Euro aufweisen. Traders Place bucht den Bonus von 60 Euro in Form von Anteilen des Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF direkt ins Depot ein. Eine Mindesthaltefrist nennen die Teilnahmebedingungen nicht. Allerdings schreibt der Anbieter: „Traders Place kann die Aktion ohne Ankündigung jederzeit beenden oder für die Zukunft modifizieren.“

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Comdirect (Aktion: Bis zu 150 Euro Direktbonus)

Die comdirect teilt ihre Bonuszahlung auf. Neukunden erhalten eine Prämie von 100 Euro, wenn sie der Commerzbank während der Depoteröffnung eine Werbeeinwilligung erteilen. Eine bestimmte Anzahl von Trades ist nicht nötig. Allerdings gilt dieser Deal nur für Personen, die in den vergangenen sechs Monaten kein Depot bei der comdirect oder der Commerzbank geführt haben. Wer die Werbeeinwilligung nicht erteilen möchte, kann dennoch von der zweiten Aktion profitieren. Die Direktbank gewährt einen „Early-Bird-Bonus“ von 50 Euro für die Eröffnung eines Altersvorsorgedepots. Das Altersvorsorgedepot soll ab Januar 2027 verfügbar sein. Interessierte können das Depot bis zum 31. März 2027 eröffnen und sich damit die Prämie sichern. Wichtig ist, dass der Vertrag nicht innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist widerrufen wird.

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DKB (Aktion: 100 Euro Direktbonus)

Neu im Juli ist das Angebot der DKB. Wer vom 15. Juli bis einschließlich 5. August ein Depot bei der Bank eröffnet und innerhalb von drei Monaten mindestens einen Wertpapierkauf oder drei Wertpapiersparpläne ausführt, erhält 100 Euro. Dabei gilt allerdings nur die Ausführung, nicht die alleinige Auftragserteilung. Zusätzlich ist das Prämienkontingent auf 10.000 Neueröffnungen begrenzt. Teilnehmen dürfen zudem nur Erstkunden - wer also schon einmal ein Depot bei der DKB geführt hat, ist nicht berechtigt.

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1822direkt (Aktion: 100 Euro Amazon-Gutscheine)

Die Sparkassen-Tochter geht ähnlich vor wie die comdirect und teilt den Bonus auf. Anleger erhalten jeweils einen Amazon-Gutschein im Wert von 50 Euro, wenn sie drei Trades innerhalb von drei Monaten mit jeweils mindestens 500 Euro ausführen. Einen weiteren Gutschein erhalten sie für die Einrichtung eines Sparplans über mindestens 50 Euro monatlich, der mindestens zwölf Monate laufen muss. Berechtigt sind zudem nur Neukundendepots, deren Eröffnungsantrag bis zum 29. Juli gestellt wurde. Die Eröffnung muss dann bis zum 12. August erfolgen. Außerdem darf in den vergangenen zwölf Monaten keine Kontoverbindung zur 1822direkt bestanden haben. Die Gutscheine sollen Anleger im März 2027 über die Postbox ihres 1822direkt-Online-Bankings erhalten.

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Zahlreiche Angebote - welches lohnt sich wirklich?

Anleger können mit mehreren Depotaktionen theoretisch Prämien und Gutscheine im Gesamtwert von bis zu 910 Euro erhalten. Der maximale Betrag ist jedoch nur erreichbar, wenn sie die Bedingungen mehrerer Anbieter erfüllen. Entscheidend sind deshalb nicht nur die Prämienhöhe, sondern auch Mindestvolumen, Orderkosten, Haltefristen und die langfristigen Depotkonditionen. Doch nicht nur Direktgeld- und Gutschein-Prämien sind spannend. So bietet Trade Republic* beispielsweise drei Prozent auf nicht investiertes Guthaben und bei Trading212* sind es sogar 3,5 Prozent.

Entscheidend ist, dass Sie sich nicht von hohen Zahlen blenden lassen. Die Angebote sind spannend, haben allerdings häufig einen Haken. Wer zudem die Konditionen vergleicht, merkt schnell, dass Angebote, die auf den ersten Blick nicht so gut erscheinen, plötzlich sehr lukrativ werden. Wer nicht vorschnell ein Depot eröffnen möchte oder die jeweils geltenden Bedingungen, Zinssätze und Einlagengrenzen vor dem Abschluss prüfen will, findet die wichtigsten Informationen im neuen und überarbeiteten Depot-Vergleich von BÖRSE ONLINE.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Depot ist für Einsteiger am besten geeignet?

Für Einsteiger sind vor allem niedrige laufende Kosten, eine verständliche Benutzeroberfläche und ein breites Angebot an ETFs wichtig. Eine hohe Wechselprämie allein sagt wenig darüber aus, ob ein Depot langfristig zu den eigenen Anlagezielen passt.

Muss ich ein Depot wechseln, um von einem Bonus zu profitieren?

Nicht unbedingt: Einige Anbieter zahlen Prämien bereits für die Eröffnung eines neuen Depots oder für bestimmte Wertpapierkäufe. Anleger sollten jedoch prüfen, ob der Bonus an Mindestorders, einen bestimmten Depotwert oder eine längere Haltedauer geknüpft ist.

Wie übertrage ich Aktien und ETFs zu einem neuen Depot?

In der Regel eröffnen Anleger zunächst das neue Depot und beauftragen anschließend den Depotübertrag beim neuen oder beim bisherigen Anbieter. Der Übertrag kann mehrere Tage dauern; außerdem sollten Anleger prüfen, ob alle Einstandsdaten korrekt übernommen wurden.

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