Die Rohstoffpreise steigen und in Deutschland geht die Angst vor einem sehr teuren Winter um. Diese Prognose zeigt, wie teuer es jetzt tatsächlich werden könnte und worauf sich Haushalte einstellen müssen.
Schon im Abrechnungsjahr 2025 war das Heizen deutlich teurer, vor allem mit Trägern wie Erdgas und Holzpellets. Doch angesichts der aktuell stark gestiegenen Rohstoffpreise, der niedrigen Gasfüllstände in Deutschland und der Sorge um einen kalten Winter, könnte es jetzt nochmal deutlich teurer werden.
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Heizkosten Prognose 2026
So zeigt die Heizkosten Prognose der Beratungsgesellschaft co2online, dass es auch 2026 teurer wird. "Besonders Heizöl und Holzpellets dürften deutlich teurer werden", heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Studie.
Dabei ist mit Preissprüngen um bis zu 28 Prozent zu rechnen, warnen die Experten:
Auch in den kommenden Jahren prognostiziert die Beratungsgesellschaft deutlich steigende Preise, insbesondere für Heizungen, die durch fossile Brennstoffe angetrieben werden.
„Der Heizspiegel zeigt: Gerade fossile Heizungen werden immer mehr zum Kostenrisiko – besonders in älteren und energetisch schlechten Gebäuden“, so Florian Becker, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes. „Gerade vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Lage und unklarer Folgen für die fossilen Energiepreise müssen Mieterhaushalte besser vor zu hohen Preissteigerungen geschützt werden. Deshalb sind klare gesetzliche Regelungen zum Schutz vor zu hohen Heizkosten dringend notwendig.“
Das können Sie gegen die hohen Preise tun
Doch bevor Haushalte in Deutschland der Kostenhammer trifft, gibt es Möglichkeiten, einer hohen Rechnung vorzubeugen. Laut co2online haben 90 Prozent der Haushalte noch Einsparpotenzial von bis zu 1.000 Euro.
„Schon einfache Verhaltensänderungen wie richtiges Heizen und Lüften oder ein geringerer Warmwasserverbrauch können den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent reduzieren. Noch größere Einsparungen ermöglichen Heizungsoptimierungen, Dämmmaßnahmen oder der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme“, heißt es in der Studie.
Von steigenden Rohstoff-Preisen profitieren
Zudem gibt es an der Börse die Möglichkeit, von steigenden Gaspreisen zu profitieren. Möglich macht das unter anderem der BÖRSE ONLINE Flüssiggas Index, der in diesem Jahr ein neues Rekordhoch erreicht hat.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch werden die Heizkosten 2026 voraussichtlich steigen?
Für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus könnten die Heizkosten mit Heizöl um 24 Prozent auf 1.275 Euro und mit Holzpellets um 17 Prozent auf 860 Euro steigen. In einem 130-Quadratmeter-Einfamilienhaus werden bei Heizöl 2.745 Euro und bei Holzpellets 1.740 Euro prognostiziert.
Warum könnten die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen langfristig weiter steigen?
Steigende CO_2-Kosten, höhere Netzentgelte und die sogenannte Bio-Treppe könnten dazu führen, dass sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln. Für Erdgas wird zunächst wegen des Wegfalls der Gasspeicherumlage ein leichter Rückgang erwartet, bevor die Kosten Ende 2026 oder 2027 wieder steigen könnten.
Wie können Haushalte 2026 Heizkosten sparen?
Rund 90 Prozent der Haushalte haben noch Einsparpotenzial. Richtiges Heizen und Lüften sowie ein geringerer Warmwasserverbrauch können den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent senken. Noch größere Einsparungen sind durch Heizungsoptimierungen, Dämmmaßnahmen oder den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme möglich.
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